| [ Hazards & Disasters ]
Tsunami Erreicht
die Welle den Kontinentalschelf, bewegt sich dann weiter in Richtung
Küste, werden die unteren Schichten von dem Untergrund gebremst,
die oberen Wasser-Schichten werden aber nicht so schnell langsam. Die
Welle wird also komprimiert und ein gewaltiger Wellenberg baut sich
auf. Ein Tsunami kann so in Ufernähe zu einem beachtlichen Wasserberg
anwachsen mit einer Rekordhöhe von 85 Metern (am 24. April 1971
in der Nähe von Ishigaki Island bei Japan). Die Tsumamis breiten sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 700 Kilometern pro Stunde auf den Ozeanen aus. Der Abstand zwischen den Wellenkämmen kann bis zu 100 Kilometer betragen. Wegen der großen
Wellenlänge können diese Flutwellen auf hoher See kaum wahrgenommen
oder gemessen werden. Auf dem offenen Meer ist ein solche Flutwelle
in der Regel weniger als 1 Meter hoch und nicht größer als
zwei oder drei Meter.
1. November 1755 - Portugal, Lissabon: nach einem Erdbeben werden Teile der Stadt zunächst durch Feuer zerstört, gefolgt von massiven Tsunamiwellen; zeitgenössische Berichte sprechen von mindestens 60,000 Todesopfern. Der Tsunami war noch in Irland und jenseits des Atlantiks auf den kleinen Antillen zu spüren, Madeire auf den Azoren wurde von 15m hohen Wellen erreicht. 27. August 1883 - Indonesien: Ausbruch des Vulkans Krakatau, mehr als 18 Kubikkilometer Bims und Asche wurden ins Meer geschleudert. In den dadurch verursachten Flutwellen kamen mehr als 35,000 Menschen ums Leben 15. Juni 1896 - Japan: der so genannte Sanriku-Tsunami, eine Wasserwand von bis zu 23 Metern Höhe, überrascht inmitten religiöser Großfeierlichkeiten; mindestens 26,000 Menschen ertranken. 31. Januar 1906 - Südamerika: ein Tsunami überschwemmt die Küsten Kolumbiens und Ecuadors; zwischen 500 bis 1,500 Menschen starben. 1. April 1946
- USA: Vor Alaska reißt eine durch ein Erdbeben verursachter
Tsunami die fünfköpfige Besatzung eines Leuchtturms in den
Tod; einige Stunden später erreicht die Welle Hawaii, wo weitere
159 Menschen starben. 28. August 1964 - Pazifik-/West Westküste der USA: das "Karfreitagsbeben" vor Alaska verursachte einen Tsunami. In Alaska kamen 107, in Oregon vier und in Kalifornien elf Menschen ums Leben. 16. August 1976 - Philippinen: ein Tsunami im Morogolf kostete mehr als 5,000 Menschen das Leben. 1992 - östlichen Indonesien: Wassermassen überschwemmten eine Insel; mehr als 2,000 Menschen starben. 17. Juli 1998
- Nordküste von Papua-Neuguinea: Tsunami ausgelöst von
einem Unterwasserbeben; mindestens 2,000 Menschen starben durch die
Flutwelle getötet.
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