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Chronologie Terroristische Aktivitäten in der Luftfahrt


21. Februar 1970, Zürich : Fünfzehn Minuten nach dem Start in Zürich-Kloten
explodiert in einer Boeing ein Sprengsatz, die Maschine stürzt ab, alle 46 Insassen, darunter sechs Amerikaner und 14 Israelis sterben. In Beirut übernimmt ein Sprecher von Ahmed Jabril´s PFLP-Organisation die Verantwortung.

8. Mai 1972, Wien : Fünf Terroristen der Organisation Schwarzer September kidnappen eine Sabena-Maschine auf dem Weg von Wien über Athen nach Tel Aviv. Sie fordern die Freilassung von 317 Kämpfern aus israelischen Gefängnissen. Israelische Sicherheitskräfte stürmen das Flugzeug auf dem Flughafen von Tel Aviv-Lod und töten drei der Entführer.

30. Mai 1972, Tel Aviv : Drei Mitglieder der Japanischen Roten Armee (JRA) feuern in der Eingangshalle des Flughafens Tel Aviv-Lod wahllos auf die gerade ankommenden Passagiere eines Air France-Fluges. 28 Menschen werden erschossen, darunter auch 16 Pilger aus Puerto Rico, 69 werden verletzt.

September 1972, München : Überfall Olympiade

29. Oktober 1972, Beirut : Entführung Lufthansa-Maschine

Juli 1973, Amsterdam : Ein Mitglied der Roten Armee leitet die Entführung einer Japan-Airlines-Maschine über den Niederlanden. Die Besatzung wird gezwungen, in Libyen zu landen - dort wird die Maschine gesprengt.

5. August 1973, Athen : Zwei Terroristen, die der Ahman Abd-Al Ghaffur Gruppe angehören, feuern vor dem Schalter der TWA auf die Passagiere. Drei Menschen werden erschossen, die Terroristen werden ein Jahr darauf nach Libyen ausgewiesen.

17. Dezember 1973, Rom : Nachdem die Polizei Waffen im Gepäck eines Arabers auf dem Flughafen Fiumicino entdeckt, beginnen vier andere Araber damit, wahllos in die vollbesetzte Lounge des Airports zu schießen. Die Männer nehmen sich Geiseln und gelangen an Bord einer PanAm-Maschine, die sich auf den Flug nach Beirut vorbereitet. Als die Terroristen Handgranaten in die Maschine werfen verlieren 29 Menschen verlieren ihr Leben, darunter 14 amerikanische Beschäftigte eines Ölunternehmens. Danach kapern die Angreifer eine Lufthansa-Maschine, die sie nach Kuwait bringt, wo sie sich den Behörden ergeben. Nach eigenen Angaben gehören sie der Arab Nationalist Youth Organization for the Liberation of Palestine an.

8. September 1974, Ionisches Meer : Der Pilot eines TWA-Flugs von Tel Aviv nach New York meldet dem Tower Probleme mit einem der Motoren. Wenig später stürzt die Maschine ins Meer, alle 88 Insassen kommen ums Leben. Monate später finden Experten einer Untersuchungskommission heraus, dass die Maschine durch die Explosion eines Sprengsatzes zum Absturz gebracht wurde.


22. Mai 1976, Zamboanga : Sechs Entführer halten 48 Stunden eine DC-9 der Philippine Airlines besetzt. Die philippinische Armee beendet die Belagerung am 24.Mai mit einem Sturm auf das Flugzeug. Dabei werden drei Entführer getötet und drei gefangengenommen. Die gewaltsame Befreiung durch das Militär kostet jedoch das Leben zehn weiterer Menschen, 22 werden verletzt.

27. Juni 1976, Entebbe : Ein A300 Airbus der Air France wird nach Entebbe in das Reich Idi Amins entführt. Einige Fluggäste werden freigelassen, die jüdischen Passagiere bleiben gefangen. Uganda gewährt den Terroristen aktive Unterstützung. In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli gelingt es israelischen Spezialeinheiten in einer spektakulären Befreiungsaktion, alle Geiseln bis auf vier aus den Händen des deutsch-palästinensischen Terrorkommandos zu befreien. Die blutige Blitzaktion kostet 31 Menschenleben : drei Geiseln, ein israelischer Major, sieben Entführer und 20 ugandische Soldaten, die sich dem israelischen Kommando in den Weg stellen. Unter den Entführern befinden sich neben Palästinensern auch zwei Deutsche.

11. August 1976, Istanbul : Zwei Terroristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) greifen auf dem Flughafen Yesilkoy vor dem Schalter der El Al wartende Menschen mit Sturmgewehren an. Vier werden bei dem Angriff getötet, die Terroristen werden zu lebenslanger Haft verurteilt.


28. September 1977, Neu Delhi : Fünf Mitglieder der Roten Armee entführen ein Japan-Airlines-Flugzeug über Indien nach Dacca in Bangladesch. Japan lässt sechs Gefangene frei und zahlt sechs Millionen Dollar an die Entführer. Die Entführer fliehen nach Algerien.

Oktober 1977: Entführung "Landshut"


18. Februar 1978, Larnaka : Arabische Terroristen erschießen in Zypern einen Ägypter und bringen ein Flugzeug in ihre Gewalt. Eine ägyptische Einheit wird von Zyperns Nationalgarde am Eingreifen gehindert. 15 Ägypter kommen ums Leben. Ägypten bricht seine Beziehungen zu Zypern ab.


9. Dezember 1979, Rom : Zwei Bomben explodieren in der Innenstadt Roms und beschädigen die Büros von PAN AM, British Airways und Philippine Airways. Neun Menschen werden bei dem Anschlag verletzt. Eine "New Armenian Resistance Movement" übernimmt die Verantwortung.

23. Dezember 1979, Rom : Drei Bombenexplosionen ereignen sich vor den Büros Air France und der TWA und verletzen ein Dutzend Passanten. Die ASALA erklärt, die Bombe sei als Vergeltung für die repressiven Maßnahmen der französischen Behörden gegen Armenier gelegt worden.


10. März 1980, Rom : Zwei Bomben beschädigen ein Büro der Turkish Airlines und ein türkisches Touristenbüro auf der Piazza Della Republica. Zwei Personen kommen bei den Explosionen ums Leben, die Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) übernimmt die Verantwortung.

10. November 1980, Rom : Die ASALA verübt zwei Anschläge auf ein schweizer Touristenbüro und das Büro der Swissair in Rom. Fünf Menschen werden verletzt.


17. April 1981, Ajaccio : Auf dem Flughafen von Ajaccio auf Korsika tötet eine Bombe einen Touristen. Sie explodiert kurz nach der Ankunft von Präsident Valéry Giscard d´Estaing.


19. April 1982, Wien : Eine Explosion zerstört das Büro der Air France in Wien, zeitgleich detoniert ein Sprengsatz in der französischen Botschaft. Erneut soll ein Carlos-Kommando die Anschläge durchgeführt haben.

7. August 1982, Ankara : Zwei Terroristen der Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) zünden auf dem Flughafen Esenboga eine Bombe und schießen anschließend mit Maschinengewehren in die Menge in einem Warteraum für Passagiere. Neun Personen sterben bei dem Angriff, 82 werden verletzt. Der überlebende Terrorist, Levon Ekmekjian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.


15. Juli 1983, Paris
: Auf dem Pariser Flughafen Orly explodiert eine Bombe vor dem Schalter der türkischen Fluggesellschaft THY, die acht Menschen tötet und mehr als 60 verletzt. Der 29-jährige syrische Armenier VaradjianGarbidjian gesteht die Tat und erklärt, die Bombe sollte erst an Bord eines Flugzeugs explodieren. Die armenische Organisation ASALA bekennt sich zu dem Anschlag.

23. September 1983, Abu Dhabi : Nahe der Stadt Abu Dhabi explodiert ein Flugzeug, bei dem Unglück verlieren alle 111 Menschen an Bord ihr Leben. Für die Explosion an Bord übernimmt die Abu Nidal Organisation die Verantwortung.

12. Dezember 1983, Kuwait-City : Bei Bombenanschlägen, die sich gegen die Botschaften der USA und Frankreichs, gegen den Flughafen, eine Bankfiliale und ein Treibstoffdepot richten, kommen fünf Menschen ums Leben. Ein pro-iranisches schiitisches Kommando erklärt sich für verantwortlich.


14. August 1984, Los Angeles : Am 14. August wird im Bus der türkischen Olympiamannschaft vor dem Flughafen von Los Angeles eine tickende Bombe unbekannter Herkunft entdeckt. Der Sprengsatz kann von Spezialisten der örtlichen Flughafenpolizei entschärft werden. Ein anonymer Anrufer übernimmt die Verantwortung des versuchten Anschlags im Namen der armenischen Untergrundorganisation Asala.

4. Dezember 1984, Teheran : Vier Luftpiraten bringen ein kuwaitisches Verkehrsflugzeug, das sich auf dem Weg nach Pakistan befindet, in ihre Gewalt. Zwei Menschen werden an Bord der Maschine auf dem Flughafen von Teheran erschossen. Die Entführer wollen die Freilassung von Gesinnungsgenossen erzwingen, die wegen der Anschläge in Kuwait im Dezember 1983 in Haft sitzen.


14. Juni 1985, Beirut : Eine TWA-Maschine mit 150 Passagieren wird zwischen Athen und Rom von zwei schiitische Libanesen gekapert. Im Laufe der Entführung wird der amerikanische Marinetaucher Robert Stethem erschossen. Erst nach 17 Tagen kommen die letzten Geiseln frei.

19. Juni 1985, Frankfurt/ Main : In der Abflughalle B des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens explodiert ein Sprengkörper in einem Abfallbehälter. Drei Personen sterben, 42 weitere werden z.T. schwer verletzt. Zu der Tat bekennen sich in widersprüchlichen Bekenneranrufen mehrere in-und ausländische Organisationen.

23. Juni 1985, Cork : Südwestlich von Irland stürzt ein Jumbo-Jet der indischen Air India, der sich auf dem Flug Toronto -Montreal- London- Bombay befindet, ins Meer. Alle 329 Flugzeuginsassen - in der überwiegenden Mehrheit Inder - kommen bei dem Absturz ums Leben. Der Absturz wurde durch die Explosion einer Bombe an Bord verursacht , die vermutlich von zwei Angehörigen des extremistischen Flügels der indischen Religionsgemeinschaft der Sikhs an Bord geschmuggelt wurde. Fast zeitgleich explodiert ein Gepäckstück auf dem Tokioter Flughafen Narita, zwei Menschen kommen ums Leben. Die Bombe sollte ebenfalls an Bord eines Air India Fluges explodieren.

8. August 1985, Frankfurt/ Main : Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen werden ein US-Soldat und die Frau eines Angehörigen der US-Luftwaffe durch einen Bombenanschlag getötet, 16 Personen werden verletzt. Zu der Tat bekennt sich das RAF-Kommando "George Jackson". Die Täter hatten sich durch den Mord an dem US-Soldaten Edward Piemental in Wiesbaden in Besitz einer Identitätskarte gebracht, um auf das Gelände des Stützpunkts zu gelangen.

10.Oktober verlassen die Entführer in Begleitung von Abul Abbas , dem Chef der PLO-Splittergruppe PLF, mit einer Boeing 737 Kairo. Das Flugzeug wird von US-amerikanischen Abfangjägern gekapert und zur Landung auf dem NATO-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien gezwungen.

24. November 1985, La Valletta : Eine Boeing 737 der Egypt Air mit 98 Menschen an Bord auf dem Weg von Athen nach Kairo wird von drei bewaffneten Arabern entführt. Kurz nach der Entführung tötet ein ägyptischer Luftsheriff einen der Entführer, es kommt zu einem Schusswechsel in der Maschine. Das Flugzeug landet schließlich in La Valetta auf Malta, wo es fünf Tage steht, bevor die Situation eskaliert. Die Terroristen beginnen mit der Exekution der Passagiere, als im Lauf des Abends ein ägyptisches Kommando die Maschine stürmt. Der Befreiungsversuch der schlecht organisierten ägyptischen Kommadoeinheit fordert 57 Todesopfer, die meisten davon sind Passagiere.

24. November 1985, Frankfurt /Main : Bei einem Bombenanschlag auf ein Kaufhaus der US-Armee werden 38 Menschen z.T. schwer verletzt.

27. Dezember 1985, Wien : Auf dem Flughafen Wien-Schwechat werfen drei schwerbewaffnete Männer mehrere Handgranaten unter die Passagiere, die vor dem Abfertigungsschalter der israelischen Fluggesellschaft El Al warten, und eröffnen das Feuer. Vier Personen sterben, mehr als 30 werden verletzt. Die Terroristen werden nahe Schwadorf gestellt, bei einem Feuergefecht stirbt ein Terrorist, die anderen ergeben sich.

27. Dezember 1985, Rom : Nahezu zeitgleich mit dem Anschlag in Wien stürmen mindestens fünf Terroristen den Flughafen "Leonardo da Vinci" in Rom-Fiumicino und werfen zwei Handgranaten unter die Passagiere vor dem El Al-Schalter sowie eine Handgranate in eine Kaffeebar im Flughafengebäude. Gleichzeitig beginnen sie wild um sich zu schießen. Die Bilanz in Rom: 14 Tote und über 70 Verletzte. Nach Mutmaßungen der Sicherheitsbehörden sind die Attentäter in Wien und Rom Palästinenser der Abu-Nidal-Organisation.


30. März 1986, Athen : In einer TWA-Boeing kommt es zu einer Bombenexplosion, durch die vier US-Bürger sterben. Die Maschine kann dennoch sicher landen. Eine palästinensische Splittergruppe erklärt sich verantwortlich.

5. September 1986, Karachi (Pakistan) : Vier Terroristen bringen eine PanAm Boeing 747 mit 389 Menschen an Bord in ihre Gewalt. Als das Licht in der Maschine ausfällt, schießen sie auf die Passagiere. 22 Menschen sterben.

5. April 1988, Algier : Auf dem Weg von Bangkok in die Golfregion wird eine Boeing 747 der Kuwait Airways gekapert und zur Landung im nordiranischen Mesched gezwungen. Die Hijacker, die der proiranischen Hisbollah zugerechnet werden, fordern die Freilassung von kuwaitischen Gesinnungsgenossen, die wegen Bombenanschlägen einsitzen. Am 8.April werden auf dem Flkughafen der zypriotischen Stadt Larnaca zwei Passagiere erschossen. Nach 16 Tagen geben die Entführer in Algier auf und erhalten freies Geleit in ein unbekanntes Land.

Mai 1988, Seoul : Im Mai nimmt die Polizei im Tokioter Flughafen den mutmasslichen Kopf der Terrororganisation Japanische Rote Armee (JRA) fest. Er soll, zusammen mit dem nordkoreanischen Geheimdienst, ein Attentat während der Olympischen Spiele in Seoul planen. Bereits zwei Jahre zuvor explodierte während der Asienspiele eine Paketbombe auf dem Flughafen in Seoul, die fünf Passagiere tötete und 31 zum Teil schwer verletzte.

17. August 1988, Islamabad : Bei einem Flugzeugabsturz kommt der pakistanische Staatspräsident Mohammad Zia ul-Haq ums Leben. Auch alle anderen 29 Insassen der Sondermaschine finden den Tod, unter ihnen Generalstabschef Akhtar Abdul Rahman und der US-Botschafter in Pakistan, Arnold Raphael. Das Transportflugzeug vom Typ C-130 stürzt bei Bahawalpur unweit der indischen Grenze nach einer Explosion ab. Nach amtlichen Angaben ist der Absturz Folge eines Anschlags unbekannter Täter.

21. Dezember 1988, über Schottland : Drei Tage vor Weihnachten zerfetzt eine Bombe eine Boeing 747 der amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am. Brennende Trümmer und Leichenteile fallen auf das schottische Dorf Lockerbie. 270 Tote. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Libyer. Die USA gehen davon aus, dass Gaddafi den Anschlag befohlen hat, um den Luftangriff von 1986 zu rächen. Erst 1999 liefert Libyen die zwei Verdächtigen nach Holland aus, einer wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Ansicht der Richter handelte der Täter im Auftrag Gaddafis.

19. Juli 1989, Niger : In einer Maschine der französischen Fluggesellschaft UTA explodiert über der Sahara eine Bombe, die der libysche Geheimdienst an Bord geschmuggelt haben soll. Alle 170 Menschen an Bord kommen ums Leben. Später wird Libyen zur Zahlung von 60 Millionen Mark an die Opfer verurteilt.

24. Juli 1992, Lima : Fünf amerikanische Airline-Mitarbeiter werden durch eine Bombenexplosion auf dem Jorge Chavez Airport verletzt.

25. Oktober 1993, Lima : Terroristen zünden eine Bombe unter einem Minibus in einem Parkhaus nahe des Abflugterminals auf dem internationalen Flughafen von Lima. Eine Person wird getötet, 20 werden verwundet.

25. Oktober 1993, Niamey : Vier Mitglieder einer nigerianischen Dissidentengruppe entführen einen Airbus A-310 der Nigerian Airways mit 150 Passagieren und Crewmitgliedern kurz nach dem Start in Lagos. Nach einer missglückten Landung in Djamena im Tschad landet das Flugzeug schließlich in der Hauptstadt Nigers, Niamey. Nigerianische Einheiten stürmen das Flugzeug, töten ein Crewmitglied und einen Entführer, die drei anderen ergeben sich.

19. Juli 1994, Santa Rita : Während des Fluges über den Santa Rita Bergen in Panama explodiert in einem Kurzstreckenflugzeug eine Bombe, die das Flugzeug zum Absturz bringt. Alle 21 Insassen, fast ausschließlich Juden oder Israelis, sterben.

11. Dezember 1994, Manila : An Bord einer Maschine der Phlippine Airlines explodiert eine Bombe, die einen Japaner tötet und zehn weitere Passagiere verletzt. Die Abu Sayyaf übernimmt die Verantwortung für den Anschlag auf das Flugzeug.

26. Dezember 1994, Marseille : Eine Eliteeinheit der Gendarmerie stürmt in der südfranzösischen Hafenstadt eine von radikal-islamischen algerischen Terroristen gekaperte Air France-Maschine. Bei der Aktion sterben die vier Luftpiraten. Sie hatten im Lauf der in Algerien beginnenden Entführung drei der insgesamt 170 Passagiere erschossen. Die Terroristen gehören der "Islamischen Bewaffneten Gruppe" (GIA) an, welche die Militärregierung in Algerien bekämpft. Die französischen Sicherheitskräfte vereitelten mit der Erstürmung die Absicht der Terroristen das Flugzeug über Paris in die Luft zu sprengen. Zu diesem Zweck hatten die Entführer 20 Stangen Dynamit unter den Sitzen der Flugzeugkabine angebracht.

12. Januar 1995, Kairo : Gama´a al Islamya Mitglieder feuern auf einen Passagierzug und verletzen sechs Menschen, darunter zwei argentinische Touristen.

20. Juli 1996, Reus : Auf dem internationalen Flughafen von Tarragona explodiert eine Autobombe der ETA, die insgesamt 35 Menschen verletzt.

25. November 1998, Medellin : Auf dem Medelliner Olaya Herrera Airport explodiert ein Sprengsatz vor mehreren Airline-Büros. Neun Menschen werden verletzt. Keine Gruppe übernimmt die Verantwortung.

24. Dezember 1999, Kathmandu : Ein Airbus der Indian Airlines wird an Weihnachten auf dem Weg von Kathmandu nach Delhi von Luftpiraten gekapert und nach Zwischenstopps in Indien, Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Landung in Kandahar gezwungen. 27 Menschen können das Flugzeug in Abu Dhabi verlassen, ein Passagier wurde kurz nach dem Hijacking erstochen. Nach acht Verhandlungstagen gibt die indische Regierung nach und lässt Maulana Masoud Azhar, ein Mitglied der Islamic Harakat ul-Mujahedin (HUM), und drei weitere Radikalislamisten frei. Die Entführer erhalten freien Abzug.

14. Oktober 2000, Bagdad : Die Entführung einer Boeing 777 der Saudia Arabian Airlines mit 111 Passagieren endet auf dem Flughafen Bagdad unblutig. Die fünf arabischen Entführer hatten die Maschine nach dem Start in Dschiddah in ihre Gewalt gebracht, sie protestieren gegen die amerikanische Militärpräsenz in ihrem Staat.

30. Dezember 2000, Manila : Zeitgleich explodieren in der philippinischen Hauptstadt Manila Sprengsätze in einem Linienbus, auf dem Flughafen, vor der US-Botschaft, in einer Tankstelle und einem Einkaufszentrum im Banken- viertel Makati. 14 Menschen werden getötet, über 100 verletzt. Die Regierung beschuldigt Moslemrebellen der Abu Sayyaf der Tat, ein Führer wurde kurz vorher festgenommen.

15. März 2001, Istanbul : Mehrere Tschetschenen kapern eine Tupolew-154 der Wnukowo Airlines auf dem Weg von Istanbul nach Moskau. Nach der Landung in Medina in Saudi-Arabien lassen die Hijacker 40 Frauen und Kinder frei und fordern das Ende des Tschetschenien-Feldzuges. Am nächsten Tag stürmt ein saudisches Kommando die Maschine, ein Passagier, eine Stewardess und ein Hijacker sterben.

24. Juli 2001, Colombo : Rebellen der LTTE attackieren den internationalen Flughafen von Colombo und einen angrenzenden Luftwaffenstützpunkt mit einer Vielzahl von Selbstmordattentätern. Mindestens 22 Menschen kommen ums Leben, der Schaden an den Flugzeugen beträgt etwa 300 Mio.$.

11. September 2001, New York, Washington : Um 8.45 Uhr Ortszeit fliegt eine zuvor nach dem Start in Boston von arabischen Terroristen gekaperte Boeing 767 der American Airlines mit 92 Passagieren in den Nordturm des World Trade Centers. 18 Minuten später rammt eine Boeing 767 der United Airlines mit 65 Menschen den Südturm des World Trade Centers. Um 9.43 Uhr stürzt eine gekaperte Boeing 757 der American Airlines mit 58 Insassen von Westen her ins Pentagon in Washington. Eine in Newark gekaperte Boeing 757 mit 45 Passagieren stürzt gegen 10 Uhr nach einem Kampf zwischen Hijackern und Passagieren nahe Pittsburgh in einem Waldstück. Bei dem schwersten Terroranschlag in der Geschichte der Menschheit verlieren über 3000 Menschen ihr Leben. Allein unter den Trümmern des eingestürzten World Trade Centers liegen Tausende Tote, in Washington sind rund 180 Tote zu beklagen.

22. Dezember 2001, Paris : Ein Attentäter versucht an Bord einer Maschine der American Airlines auf dem Weg von Paris nach Miami über dem Atlantik eine Bombe, die in seinem Schuh versteckt ist, zu zünden. Mehrere Passagiere können den Attentäter, einen britischen Anhänger der El Kaida überwältigen. Die Maschine landet sicher in Boston.






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