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Hazards & Disasters ]
Terrorismus
/ Chronologie seit 1972
22. Oktober 1971, Hamburg : Beim Versuch, drei Verdächtige zu überprüfen, wird in Hamburg der Zivilfahnder Norbert Schmidt von einem RAF-Mitglied erschossen. Der Mörder ist bis heute nicht überführt. 22. Dezember 1971, Kaiserslautern : Bei einem Überfall auf die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank in Kaiserslautern erbeutet eine RAF-Gruppe 134 000DM. Dabei erschießen RAF-Mitglieder den Polizeibeamten Herbert Schoner. 8. Mai 1972, Wien : Fünf Terroristen der Organisation Schwarzer September kidnappen eine Sabena-Maschine auf dem Weg von Wien über Athen nach Tel Aviv. Sie fordern die Freilassung von 317 Kämpfern aus israelischen Gefängnissen. Israelische Sicherheitskräfte stürmen das Flugzeug auf dem Flughafen von Tel Aviv-Lod und töten drei der Entführer. 11. Mai 1972, Frankfurt/ Main : Drei selbstgebaute Rohrbomben explodieren vor dem Hauptquartier des 5th US Army Corps in Frankfurt. Ein US-Armeeoffizier kommt ums Leben, 13 Personen werden verletzt. Das RAF- Kommando "Petra Schelm" übernimmt die Verantwortung. 12. Mai 1972, Augsburg : Zwei Bomben explodieren in der Polizeidirektion Augsburg, sieben Verletzte. Vor dem Landeskriminalamt in München fliegt eine Autobombe des "Kommandos Thomas Weisbecker" in die Luft. Zehn Menschen werden verletzt, es entsteht 600 000DM Sachschaden. 15. Mai 1972, Karlsruhe : In Karlsruhe explodiert eine Bombe unter dem VW Käfer von Bundesrichter Wolfgang Buddenberg, der für die Ermittlungen gegen die Baader-Meinhof-Gruppe zuständig ist. Buddenbergs Frau wird schwer verletzt. ("Kommando Manfred Grashof") 19. Mai 1972, Hamburg : Im Verlagshaus Springer in Hamburg gehen zwei Bomben hoch und verletzen 38 Menschen. Ein "Kommando 2.Juni" bezichtigt sich der Tat. 24. Mai 1972, Heidelberg : Im Heidelberger Hauptquartier der US-Landstreitkräfte werden durch zwei Autobomben des RAF-Kommandos "15. Juli" drei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt. 30. Mai 1972, Tel Aviv : Drei Mitglieder der Japanischen Roten Armee (JRA) feuern in der Eingangshalle des Flughafens Tel Aviv-Lod wahllos auf die gerade ankommenden Passagiere eines Air France-Fluges. 28 Menschen werden erschossen, darunter befinden sich 16 Pilger aus Puerto Rico, 69 werden verletzt. September 1972, München : Überfall Olympiade 29. Oktober 1972, Beirut : Entführung Lufthansa-Maschine 27. Januar 1973, Santa Barbara (Kalifornien) : Der armenisch-stämmige US-Bürger Gourgen Yanikian lädt den türkischen Generalkonsul Mehmet Baydar und den Konsul Bahadir Demir zum Abendessen ein. Die ahnungslosen Diplomaten nehmen die Einladung an, Gourgen Yanikian ermordet seine beiden Gäste. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt. 1. März 1973, Khartum (Sudan) : Mitglieder des Schwarzen September besetzen die Botschaft Saudi-Arabiens während eines Botschafterempfangs. Am nächsten Tag töten die Terroristen den US-Botschafter, sowie einen weiteren amerikanischen und einen belgischen Diplomaten. Juli 1973, Amsterdam : Ein Mitglied der Roten Armee leitet die Entführung einer Japan-Airlines-Maschine über den Niederlanden. Die Besatzung wird gezwungen, in Libyen zu landen - dort wird die Maschine gesprengt. 5. August 1973, Athen : Zwei Terroristen, die der Ahman Abd-Al Ghaffur Gruppe angehören, feuern vor dem Schalter der TWA auf die Passagiere. Drei Menschen werden erschossen, die Terroristen werden ein Jahr darauf nach Libyen ausgewiesen. 28. September 1973, Wien : Zwei arabische Guerillas besteigen im slowakischen Bratislava den "Chopin-Express" von Moskau nach Wien. Im Grenzort Marchegg auf der österreichischen Seite bedrohen sie die Fahrgäste mit automatischen Waffen und Handgranaten und nehmen vier Geiseln. Sie verlangen von Österreich die Schließung des Durchgangslagers für Sowjetjuden in Schönau. Die Regierung beugt sich den Forderungen, die zwei Araber werden nach Libyen ausgeflogen, die Nachgiebigkeit Kreiskys löst weltweit Proteste aus. 18. Oktober 1973, Beirut : Fünf Mitglieder der Lebanese Socialist Revolutionary Organization stürmen die Bank of America und nehmen sich 39 Geiseln. Sie fordern 10 Mio.$ Unterstützung für den Kampf gegen Israel und von der Regierung die Freilassung aller palästinensischen Kämpfer. Als die Regierung ihre Forderungen ablehnt, erschießen sie eine libanesisch-amerikanische Geisel. 17. Dezember 1973, Rom : Nachdem die Polizei Waffen im Gepäck eines Arabers auf dem Flughafen Fiumicino entdeckt, beginnen vier andere Araber damit, wahllos in die vollbesetzte Lounge des Airports zu schießen. Die Männer nehmen sich Geiseln und gelangen an Bord einer PanAm-Maschine, die sich auf den Flug nach Beirut vorbereitet. 29 Menschen verlieren ihr Leben, darunter 14 amerikanische Beschäftigte eines Ölunternehmens, als die Terroristen Handgranaten in die Maschine werfen. Danach kapern die Männer eine Lufthansa-Maschine, die sie nach Kuwait bringt, wo sie sich den Behörden ergeben. Nach eigenen Angaben gehören sie der Arab Nationalist Youth Organization for the Liberation of Palestine an. März 1974, Lyon : Der jugoslawische Vizekonsul wird in Lyon von zehn Kugeln getroffen und stirbt. Hinter dem Attentat wird der Terrorist Carlos vermutet. 8. September 1974, Ionisches Meer : Der Pilot eines TWA-Flugs von Tel Aviv nach New York meldet dem Tower Probleme mit einem der Motoren. Wenig später stürzt die Maschine ins Meer, alle 88 Insassen kommen ums Leben. Monate später finden Experten einer Untersuchungskommission heraus, dass die Maschine durch die Explosion eines Sprengsatzes zum Absturz gebracht wurde. September 1974, Den Haag : Die französische Botschaft in Den Haag wird gestürmt. Der Botschafter wird als Geisel genommen. Damit erzwingt die Rote Armee die Freilassung eines Genossen. 19. Dezember 1974, Paris : Der uruguayanische Militärattaché Ramón Trabal wird in einer Pariser Tiefgarage durch sechs Schüsse getötet. Auch hinter diesem Anschlag wird Carlos vermutet. 27. Februar 1975, Berlin : Der CDU-Spitzenkandidat Peter Lorenz wird nur wenige Tage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus von der Bewegung "2.Juni" entführt. Die Bundesrepublik entlässt die Anarchisten Horst Mahler, Verena Becker, Gabriele Kröcher-Tiedemann, Ingrid Siepmann, Rolf Heißler und Rolf Pohle aus dem Gefängnis. Als Gegenzug kommt Lorenz am 5. März frei. 25. April 1975, Stockholm : Am 25. April 1975 stürmten 6 Deutsche bewaffnet mit Pistolen und Sprengstoff die deutsche Botschaft in Stockholm: Siegfried Hausner, Hanna-Elise Krabbe, Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer, Bernhard-Maria Rössner und Ullrich Wessel. Mit elf Geiseln besetzten sie das obere Stockwerk der Botschaft und verkündeten ihre Forderungen: Die Freilassung von 26 Gefangenen unter ihnen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl-Raspe. Als die schwedische Polizei daraufhin das untere Stockwerk besetzte, drohten die Geiselnehmer mit der Erschießung des deutschen Militärattaché Andreas Baron von Mirbach. Als die Polizei auch nach zweiter Warnung nicht abzog, schickten sie von Mirbach auf den Flur und erschossen ihn, worauf sich die Polizei in ein Nebengebäude zurückzog. Um 20.00 Uhr wurde den Geiselnehmern der Beschluss des Bundeskanzlers Helmut Schmidt mitgeteilt, der auf die Forderungen nicht eingehen wollte. So wurde um 22.20 die nächste Geisel erschossen: Der Wirtschaftsattaché Dr. Hillegart. 13 Minuten vor Mitternacht, kurz bevor die schwedische Polizei die Botschaft mit Betäubungsgas angreifen wollte, explodierte der von den Terroristen installierte Sprengstoff. Später stellte sich heraus, daß sie ihn wohl aus Versehen zur Explosion gebracht hatten. Bei der Explosion kam einer der Terroristen ums Leben, alle anderen Personen erlitten schwere Verbrennungen. Der festgenommene Siegfried Hausner starb 3 Wochen später in Stammheim an einem Lungenödem. August 1975, Kuala Lumpur : Die Rote Armee nimmt einen US-Konsul, einen schwedischen Diplomaten und 51 weitere Geiseln in Kuala Lumpur gefangen. Fünf Genossen werden freigepresst. 5. September 1975, Sacramento : Am 5. September richtet die 26-jährige Lynette Fromme eine Pistole auf US- Präsident Gerald Ford, als er ein Hotel in Sacramento verlässt. Sicherheitsbeamte werfen sich auf die Attentäterin und überwältigen sie, andere reißen den Präsidenten in Deckung. Später stellt sich heraus, dass Lynette Fromme zu der Gruppe der Charles-Manson-Anhänger gehört, der 1971 wegen Massenmord verurteilt worden ist. Am 22. September ereignet sich in San Francisco das zweite Attentat auf Präsident Ford. Eine 45-jährige Hausfrau feuert aus nur 13 Meter Entfernung auf den Präsidenten. Die Kugel verfehlt ihr Ziel, da im Moment der Abzugs ein Zuschauer die Waffe sieht und den Arm der Frau nach unten schlägt. Beide Attentäterinnen werden zu lebenslanger Haft verurteilt. 22. Oktober 1975, Wien : Der türkische Botschafter Danis Tunaligil wird von drei armenischen Terroristen in seinem Arbeitszimmer getötet. Die ASALA übernimmt die Verantwortung. 24. Oktober 1975, Paris : Der türkische Botschafter Ismail Erez und sein Fahrer Talip Yener werden ermordet. Die beiden armenischen Gruppen ASALA und JCAG (Gerechtigkeitskommandos für den Völkermord am armenischen Volk) erklären sich verantwortlich. 6. November 1975, Dublin : Der einen Monat zuvor vermutlich von nordirischen Nationalisten verschleppte niederländische Geschäftsmann Tiede Herrema wird freigelassen. 2. Dezember 1975, Amsterdam : Zwei Überfälle mit Geiselnahmen schockieren im Dezember die Niederlande. Extremistische Mitglieder der etwa 35 000 in den Niederlanden lebenden Ambonesen (Süd-Molukker) überfallen am 2. Dezember einen Zug bei Beilen und nehmen die Fahrgäste als Geiseln. Am 4. Dezember überfällt eine andere Gruppe das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam. Dort werden 25 Personen als Geiseln festgehalten. Im Verlauf der Geiselnahme werden vier Geiseln erschossen. Die Terroristen verlangen die Freilassung von anderen Ambonesen und ein Flugzeug zur Ausreise, aber die niederländische Regierung bleibt hart. Nach langen Verhandlungen, bei denen gemäßigte Ambonesen vermitteln, geben die Geiselnehmer auf. 21. Dezember 1975, Wien : Arabische Terroristen überfallen arabische Politiker. In Wien nehmen Terroristen, die sich "Arm der arabischen Revolution nennen", 70 Geiseln im Gebäude der OPEC. Diese Organisation verhandelt hier über die zukünftige Preisgestaltung des Öls. Bei dem überraschenden Überfall geraten elf Minister bzw. Delegationschefs in die Hände der Terroristen. Drei Menschen werden getötet. Die Terroristen erreichen, dass ihre Forderungen in einer Rundfunksendung übertragen werden. Sie kritisieren die Friedenspolitik einiger arabischer Staaten gegenüber Israel. Den Geiselnehmern wird ein Flugzeug zur Verfügung gestellt, mit dem sie zusammen mit den Geiseln nach Algerien und Libyen ausreisen. Dort lassen sie ihre Gefangenen nach und nach frei. Es wird vermutet, dass der Anführer der international gesuchte Terrorist "Carlos" aus Venezuela ist. Bei dem Terroristen, der bei dem Anschlag verletzt wird, handelt es sich um den Deutschen Hans-Joachim Klein. 23. Dezember 1975, Athen : Ein US-Diplomat wird außerhalb seines Hauses durch Schüsse getötet. Eine bisher unbekannte Gruppe namens Revolutionary Organization 17 November erklärt sich verantwortlich. 16. Februar 1976, Beirut : Der Hauptsekretär der türkischen Botschaft, Oktar Cirit, wird in einem Restaurant in der Hamra Street erschossen. Die ASALA übernimmt die Verantwortung. 22. April 1976, Lissabon : Die kubanische Botschaft in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wird durch einen Bombenanschlag weitgehend zerstört. 22. Mai 1976, Zamboanga : Sechs Entführer halten 48 Stunden eine DC-9 der Philippine Airlines besetzt. Die philippinische Armee beendet die Belagerung am 24.Mai mit einem Sturm auf das Flugzeug. Dabei werden drei Entführer getötet und drei gefangengenommen. Die gewaltsame Befreiung durch das Militär kostet jedoch das Leben zehn weiterer Menschen, 22 werden verletzt. 16. Juni 1976, Beirut : Der US-Botschafter im Libanon und sein Wirtschaftsattache werden an einer Straßensperre von unbekannten Bewaffneten erschossen. 27. Juni 1976, Entebbe : Ein A300 Airbus der Air France wird nach Entebbe in das Reich Idi Amins entführt. Einige Fluggäste werden freigelassen, die jüdischen Passagiere bleiben gefangen. Uganda gewährt den Terroristen aktive Unterstützung. In der Nacht vom 3. auf den 4.Juli gelingt es israelischen Spezialeinheiten in einer spektakulären Befreiungsaktion, alle Geiseln bis auf vier aus den Händen des deutsch-palästinensischen Terrorkommandos zu befreien. Die blutige Blitzaktion kostet 31 Menschenleben : drei Geiseln, ein israelischer Major, sieben Entführer und 20 ugandische Soldaten, die sich dem israelischen Kommando in den Weg stellen. Unter den Entführern befinden sich neben Palästinensern auch zwei Deutsche. 21. Juli 1976, Dublin : Der britische Botschafter in Irlands Hauptstadt Dublin, Christopher Ewart-Biggs, wird von vermutlich nordirischen Nationalisten erschossen. 11. August 1976, Istanbul : Zwei Terroristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) greifen auf dem Flughafen Yesilkoy vor dem Schalter der El Al wartende Menschen mit Sturmgewehren an. Vier werden bei dem Angriff getötet, die Terroristen werden zu lebenslanger Haft verurteilt. 21. September 1976, Washington : Der frühere chilenische Minister Orlando Letelier wird in Washington durch einen Bombenanschlag getötet. 4. Oktober 1976, San Sebastian : Ein Mitglied des spanischen Kronrates wird in der Stadt San Sebastian von baskischen Separatisten der ETA erschossen. 7. Mai 1977, Karlsruhe : Das RAF-"Kommando Ulrike Meinhof" ermordet in Karlsruhe Generalbundesanwalt Siegfried Buback und zwei seiner Begleiter. 23. Mai 1977, Groningen : Im niederländischen Groningen überfallen molukkische Nationalisten eine Schule und einen Zug und nehmen fast 200 Geiseln. Sie fordern die Freilassung von 21 inhaftierten Landsleuten. Am 10. Juni befreien niederländische Einheiten die Geiseln, wobei acht Menschen ums Leben kommen. 9. Juni 1977, Rom : Der türkische Botschafter im Vatikan, Taha Carim, stirbt kurz nach einem Anschlag auf seine Person. Die Verantwortung für das Attentat übernimmt die ASALA. 30. Juli 1977, Oberursel : Nach einem gescheiterten Entführungsversuch erschießt ein RAF-Kommando Jürgen Ponto, den Sprecher der Dresdner Bank, in seinem Haus in Oberursel. (Später werden deswegen verurteilt: Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar Peter Jürgen Boock, Sieglinde Hoffman und Susanne Albrecht; das Verfahren gegen Adelheid Schulz hat der Bundesgerichtshof wegen der Verurteilung in anderen Fällen eingestellt.) Susanne Albrecht, eine der Täter, war die Paten-Nichte von Ponto. 5. September 1977, Köln : Entführung Schleyer. 22. September 1977, Utrecht : Ein Utrecht erschießt Knut Folkerts einen Polizeibeamten, der versuchte, ihn festzunehmen. Folkerts wird verhaftet. 28. September 1977, Neu Delhi : Fünf Mitglieder der Roten Armee entführen ein Japan-Airlines-Flugzeug über Indien nach Dacca in Bangladesch. Japan lässt sechs Gefangene frei und zahlt sechs Millionen Dollar an die Entführer. Die Entführer fliehen nach Algerien. Oktober 1977: Entführung "Landshut" 18. Februar 1978, Larnaka : Arabische Terroristen erschießen in Zypern einen Ägypter und bringen ein Flugzeug in ihre Gewalt. Eine ägyptische Einheit wird von Zyperns Nationalgarde am Eingreifen gehindert. 15 Ägypter kommen ums Leben. Ägypten bricht seine Beziehungen zu Zypern ab. 9. Mai 1978, Rom : In Italien geht die Tragödie einer langen politischen Entführung zu Ende: Aldo Moro wird in einem französischen Wagen mitten in Rom tot aufgefunden. Der Präsident der Democrazia Cristiana, Italiens Regierungspartei, und frühere Ministerpräsident ist am 16. März in Rom entführt worden. Die Täter, die sogenannten Roten Brigaden, haben schon zahlreiche Entführungen und Morde an Politikern und Richtern, aber auch an Industriellen durchgeführt. Wochenlang fahnden 50 000 Polizisten nach Moro, gefunden wird er nicht. Erst nach 35 Tagen stellen die Entführer ein Ultimatum, in dem sie die Freilassung nicht näher genannter "kommunistischer Gefangener" fordern. Schon vorher wird Moro als "zum Tode verurteilt" bezeichnet. Am 18. April heißt es, er wurde durch "Selbstmord hingerichtet", seine Leiche liege in einem See der Abruzzen. Die Suche bleibt jedoch ergebnislos. Zwei Tage später beweist ein Moro-Foto, dass der Entführte noch lebte. Nun wird die Freilassung von 13 Häftlingen gefordert, darunter der vor Gericht stehende Führer der Roten Brigaden, Renato Curcio. Die Vertreter der Democrazia Cristiana sind jedoch nicht bereit, mit den Entführern zu verhandeln, Einen Austausch der Gefangenen lehnen sie ab. Auch die Bitten von Moros Familie und Moros eigene Appelle an die Regierung fruchten nichts. 2. Juni 1978, Madrid : Anschlag auf das Auto des türkischen Botschafters Zeki Kuneralp. Seine Frau Necla Kuneralp und der pensionierte Botschafter Besir Balcioglu sterben im Kugelhagel. Der spanische Chauffeur Antonio Torres stirbt später im Krankenhaus. ASALA und JCAG erklären beide, der Anschlag gehe auf ihr Konto. 3. Juni 1978, Jerusalem : In einem Stadtbus in Jerusalem explodiert eine Bombe, durch die sechs Menschen ums Leben kommen. Die Gruppe al Fatah erklärt sich für die Tat verantwortlich. 24. Juni 1978, Aden : Der Staatspräsident der Arabischen Republik Jemen, Hussein al-Ghashmi, fällt einem Attentat zum Opfer. 26. Juni 1978, Paris : Ein Sprengstoffanschlag bretonischer Nationalisten richtet im Schloss Versailles schwere Zerstörungen an. 3. August 1978, Paris : Militante palästinensische Extremisten erschießen in Paris den Chef des örtlichen PLO- Büros. 13. August 1978, Beirut : Ein Sprengstoffanschlag auf ein Hochhaus der libanesischen Hauptstadt Beirut fordert mindestens 175 Todesopfer. 19. August 1978, Abadan : Durch ein Bombenattentat auf ein Kino in der iranischen Stadt Abadan sterben mindestens 430 Menschen. 23. August 1978, Managua : In Nicaraguas Nationalpalast nehmen sich Angehörige der Sandinistischen Befreiungsfront 600 Geiseln. Die Regierung gibt den Forderungen der Geiselnehmer nach Häftlingsfreilassungen und Lösegeld nach. 24. September 1978, Dortmund : In einem Wald bei Dortmund kommt es zu einem Feuergefecht zwischen zwei Polizisten und drei RAF-Terroristen, nachdem die Beamten die Terroristen bei einem Übungsschießen überrascht hatten. Ein Polizeibeamter und Michael Knoll werden getötet, Angelika Speitel verhaftet. Werner Lotze entkommt. 1. November 1978, Kerkrade : RAF-Mitglieder erschießen in Kerkrade zwei niederländische Zollbeamte und verletzen einen weiteren schwer. 25. Juni 1979, Obourg : Anschlag auf den Nato-Oberbefehlshaber General Alexander Haig in Obourg/Belgien ("Kommando Andreas Baader"). Haig entgeht der 20-Kilogramm-Sprengladung auf dem Weg ins Nato- Hauptquartier in Brüssel unverletzt, zwei Leibwächter in dem ihm folgenden Begleitfahrzeug werden verletzt. Täter unter anderem: Wagner, Lotze und Albrecht. 27. August 1979, Cork : Lord Mountbatten kommt im Alter von 79 Jahren in seinem irischen Feriendomizil bei einem Attentat der IRA ums Leben. An Bord seiner Yacht explodiert vor der irischen Küste eine Bombe, die auch drei weitere Personen tötet. 1947 erklärte sich Mountbatten bereit, die 190-jährige Kolonialherrschaft über Indien zu beenden und das Land in die Unabhängigkeit zu entlassen. 12. Oktober 1979, Den Haag : Ahmet Benler, der Sohn des türkischen Botschafter Özdemir Benler wird von Armeniern erschossen. Die Attentäter können entkommen. Wieder übernehmen sowohl ASALA als auch JCAG die Verantwortung. 4. November 1979, Teheran : Etwa 400 Iraner, vorwiegend Studenten, stürmen am 4. November die amerikanische Botschaft in Teheran und nehmen etwa 70 Geiseln in ihre Gewalt. Für deren Freilassung fordern sie die Auslieferung des früheren Schahs von Persien, Reza Pahlewi, der sich in einer New Yorker Klinik befindet, wo seine Krebskrankheit behandelt wird. Schiitenführer Ajatollah Khomeini billigt die Aktion öffentlich. Daraufhin demonstrieren Tausende von Iranern vor der besetzten Botschaft, schmähen den Schah und die USA und verbrennen amerikanische Flaggen. Am 19. und 20. November werden 13 Geiseln freigelassen, am 22. November weitere fünf, die keine Amerikaner sind. Die übrigen Geiseln bleiben 444 Tage, bis zum 20. Januar 1981, in der Gewalt der Besetzer. Bei Befreiungsaktionen von amerikanischer Seite sterben mehrere Menschen. 19. November 1979, Zürich : Wagner und drei andere RAF-Mitglieder überfallen eine Filiale der Schweizer Volksbank in Zürich. Beute: 473 000 Schweizer Franken. Auf der Flucht erschießen die Täter eine Passantin und verletzen einen Passanten sowie zwei weitere Polizeibeamte. 21. November 1979,
Mekka : Zum Schock der gesamten muslimischen Welt, vor allem aber Saudi-Arabiens,
besetzen im November 1979 etwa 250 schiitische Extremisten die Kaaba
und die Große Moschee in der heiligen Stadt Mekka. Sie nehmen
über hundert Geiseln. Saudiarabische Truppen umzingeln die Moschee,
überwältigen einige der Besetzer und befreien mehrere Geiseln.
Am 5. Dezember 1979, Bozen : Acht Seilbahnen in Südtirol werden von Terroristen gesprengt. Menschen kommen dabei nicht zu Schaden. 9. Dezember 1979, Rom : Zwei Bomben explodieren in der Innenstadt Roms und beschädigen die Büros von PAN AM, British Airways und Philippine Airways. Neun Menschen werden bei dem Anschlag verletzt. Eine "New Armenian Resistance Movement" übernimmt die Verantwortung. 22. Dezember 1979, Paris : Yilmaz Çolpan, der Tourismusattache in der türkischen Botschaft, wird erschossen, während er auf dem Champs Elysées spazierengeht. Verschiedene Gruppen, darunter die ASALA, die JCAG und die "Commandos of Armenian Militants Against Genocide" erklären sich verantwortlich. 23. Dezember 1979, Rom : Drei Bombenexplosionen ereignen sich vor den Büros Air France und der TWA und verletzen ein Dutzend Passanten. Die ASALA erklärt, die Bombe sei als Vergeltung für die repressiven Maßnahmen der französischen Behörden gegen Armenier gelegt worden. 27. Februar 1980, Bogota : In der kolumbianischen Hauptstadt nehmen sich Guerilleros 57 Geiseln, darunter 16 Botschafter verschiedener Nationen. Nach einer Lösegeldzahlung fliegen die Geiselnehmer nach Kuba aus. 10. März 1980, Rom : Zwei Bomben beschädigen ein Büro der Turkish Airlines und ein türkisches Touristenbüro auf der Piazza Della Repubblica. Zwei Personen kommen bei den Explosionen ums Leben, die Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) übernimmt die Verantwortung. 2. Mai 1980, Hebron : Eli Haze´ev, ein amerikanischer Israeli aus Alexandria, Virginia, wird von PLO-Männern getötet, als er sich auf dem Heimweg von einer Synagoge befindet. 31. Juli 1980, Athen : Galip Özmen, der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft und seine Familie werden in ihrem Auto von armenischen Terroristen angegriffen. Galip Özmen und seine 14 Jahre alte Tochter Neslihan kommen ums Leben. Seine Frau Sevil und sein 16 Jahre alter Sohn Kaan werden bei dem Anschlag der ASALA verletzt. 2. August 1980, Bologna : Das schlimmste Blutbad der europäischen Nachkriegsgeschichte ereignet sich im Hauptbahnhof der italienischen Stadt Bologna. Im Wartesaal zweiter Klasse detoniert eine Sprengladung, die einen Seitenflügel des Bahnhofs fast vollständig zerstört. 83 Menschen sterben, etwa 200 werden verletzt. Die Verantwortung für den Anschlag übernimmt eine rechtsradikale Terrororganisation, die sich "Bewaffnete Revolutionäre Stoßtrupps" nennt. Die seit langem von Kommunisten regierte Stadt ist den italienischen Neo-Faschisten ein Dorn im Auge. Am Tag des Anschlags wird in Italien gegen mehrere rechtsradikale Attentäter, die in Haft sind, Anklage erhoben. 5. August 1980, Lyon : Zwei Terroristen stürmen das türkische Generalkonsulat in Lyon und eröffnen das Feuer. Zwei Menschen werden getötet, mehrere Außenstehende werden verletzt. Die Organisation ASALA erklärt sich verantwortlich. 22. August 1980, Hamburg : Zum zweiten Anschlag innerhalb von einer Woche kommt es in einem Hamburger Ausländerwohnheim. Dabei kommen zwei Vietnamesen ums Leben. 1980 Karry-Mord 26. September 1980, München : Am Abend des 26. September detoniert auf dem Münchener Oktoberfest eine Bombe, die 13 Menschen tötet und über 200 verletzt. Als Täter kommt nach Meinung der Polizei der 21-jährige Geologiestudent Gundolf Köhler in Betracht, der bei dem Anschlag getötet wird. Offenbar ist der Sprengkörper vorzeitig detoniert. Köhler ist im nachrichtendienstlichen Computer des Bundesinnenministeriums als Anhänger des "Wehrsportgruppe Hoffmann" erfasst, eine neo-nazistische Organisation, die am 30. Januar 1980 verboten wurde. Das Oktoberfest schließt für 24 Stunden. 26. September 1980, Paris : Die ASALA schießt auf den Presseberater der türkischen Botschaft, Selçuk Bakkalbasi, kurz bevor er sein Haus betritt. Bakkalbasi wird lebensgefährlich verletzt. 1. Oktober 1980, Florenz : Die am 25. Juli entführten Kinder des ZDF-Korrespondenten Dieter Kronzucker und ihr Cousin Martin Wächtler werden nach einer Lösegeldzahlung von vermutlich sardischen Terroristen freigelassen. Die beiden Familien hatten in Barberino Val d`Elsa in der Toskana ein Ferienhaus gemietet. 2. Oktober 1980, Paris : Bei einem Anschlag auf eine jüdische Synagoge in Paris werden vier Menschen getötet und mehrere verletzt. Eine rechtsradikale Organisation übernimmt die Verantwortung. 5. Oktober 1980, Madrid : Die ASALA zündet einen Sprengsatz vor den Büros der Alitalia, zwölf Menschen werden verletzt. 10. November 1980, Rom : Die ASALA verübt zwei Anschläge auf ein schweizer Touristenbüro und das Büro der Swissair in Rom. Fünf Menschen werden verletzt. 8. Dezember 1980, New York : Der Ex-Beatle und Musiker John Lennon wird in Washington von dem Attentäter Mark Chapman auf offener Straße erschossen. Er hatte Lennon zuvor noch um ein Autogramm gebeten. Der geisteskranke Attentäter gilt als Hasser der Beatles. 12. Dezember 1980, Rom : Die italienischen "Rote Brigaden" entführen den Richter Giovanni d´Urso und lassen ihn erst nach 34 Tagen wieder frei. 17. Dezember 1980, Sydney : Zwei Terroristen ermorden den türkischen Generalkonsul Sarik Ariyak und dessen Bodyguard Engin Sever. Die JCAG erklärt sich für verantwortlich. 21. Dezember 1980, Erlangen : Der jüdische Verleger Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin werden in Erlangen von Unbekannten ermordet. 20. Februar 1981, Bilbao : Die Konsuln Österreichs, Uruguays und El Salvadors werden im spanischen Baskenland von der ETA entführt und erst acht Tage später unversehrt freigelassen. 21. Februar 1981, München : Die Carlos-Gruppe verübt einen Bombenanschlag auf den Radiosender Radio Freies Europa. An dem Sender entsteht schwerer Sachschaden, vier Personen werden schwer verletzt. 4. März 1981, Paris : Zwei Männer der ASALA eröffnen das Feuer auf Resat Morali, den Arbeitsattache an der türkischen Botschaft, Tecelli Ari, Religionsattache und auf Ilkay Karakoç, den örtlichen Vertreter der Anadolu Bank. Morali und Ari werden erschossen, Karakoç gelingt die Flucht. 30. März 1981, Washington : Als US-Präsident Ronald Reagan nach einer Ansprache vor Gewerkschaftern ein Washingtoner Hotel verlässt, wird er auf der Straße von einer Revolverkugel in den linken Lungenflügel getroffen. Der Attentäter ist der 25-jährige John Hinckley aus Colorado, der von Sicherheitsbeamten überwältigt wird. Mit insgesamt sechs Schüssen hat er den Pressesprecher des Weißen Hauses, Jim Brady, schwer am Kopf verletzt und zwei Sicherheitsbeamte getroffen. Reagan, der sofort in einem Krankenhaus operiert wird, erholt sich nach einigen Wochen und nimmt die Amtsgeschäfte wieder auf. Der Attentäter Hinckley ist Einzeltäter, die Tat kein organisiertes Verbrechen. 8. April 1981, Köln : Bei einem Bombenanschlag im Kölner U-Bahnhof werden sieben Menschen verletzt. Es entsteht Sachschaden in Millionenhöhe. 17. April 1981, Ajaccio : Auf dem Flughafen von Ajaccio auf Korsika tötet eine Bombe einen Touristen. Sie explodiert kurz nach der Ankunft von Präsident Valéry Giscard d´Estaing. 12. März 1981, Teheran : Eine Gruppe von ASALA-Terroristen versucht, die türkische Botschaft zu besetzen. Zwei Wächter werden bei dem Versuch erschossen. Zwei Täter werden festegenommen und später hingerichtet. 13. Mai 1981, Rom : Als Papst Johannes Paul II. zu einer Audienz auf dem Petersplatz in Rom eintrifft, wo ihn etwa 20000 Gläubige erwarten, werden mehrere Schüsse auf ihn abgefeuert, von denen drei ihn treffen. Der Attentäter, der 23-jährige Türke Ali Agca, wird verhaftet. Papst Johannes Paul II. wird nach dem Attentat sofort operiert und erholt sich in einigen Wochen von den Verletzungen. Der Attentäter wird der rechtsextremen türkischen Terrorszene zugerechnet. Ein römisches Schwurgericht verurteilt ihn zu lebenslanger Haft. 23. Mai 1981, Barcelona
: In Barcelona nehmen Bewaffnete 200 Geiseln in einem Bankgebäude
und fordern die Freilassung von vier am Putschversuch 9. Juni 1981, Genf : Mehmet Savas Yergüz, Sekretär in der türkischen Botschaft, wird von dem armenischen Terroristen Mardiros Jamgotchian erschossen. Die Festnahme des ASALA-Mannes führt zur Gründung eines neuen ASALA-Armes, die Organisation nennt sich "Ninth of June Organization" und wird für eine ganze Serie von Anschlägen verantwortlich sein. 28. Juni 1981, Teheran : Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen Banisadrs Anhängern und Gegnern steht ein schweres Bombenattentat, bei dem am 28. Juni in der Teheraner Zentrale der Islamisch- Republikanischen Partei 70 Menschen getötet werden, darunter der Oberste Revolutionsrichter Ajatollah Beheschti, vier Minister und sechs stellvertretende Minister. 21. Juli 1981, Lausanne : Zwanzig Personen werden bei einer Bombenexplosion in einem Einkaufszentrum verletzt, die Organisation "9.Juni" schreibt sich den Anschlag zu. 3. August 1981, Rom : Italiens Terrororganisation Rote Brigaden ermordet Roberto Peci, den im Juni entführten Bruder eines ehemaligen Mitglieds. 11. August 1981, Paris : Die mutmaßliche RAF-Terroristin Inge Viett schießt in Paris einen Polizisten nieder und flieht. 29. August 1981, Wien : Zwei arabische Terroristen verüben einen Anschlag auf eine Wiener Synagoge, durch den zwei Menschen sterben und 30 verletzt werden. Im Januar werden beide zu lebenslanger Haft verurteilt. 30. August 1981, Teheran : Ein erneuter Bombenanschlag im Teheraner Regierungssitz tötet den Präsidenten Mohammed Ali Rajai und den Regierungschef Mohammad Javad Bahonar. 31. August 1981, Ramstein : Das "Kommando Sigurd Debus" verübt auf das Hauptquartier der US-Luftstreitkräfte Europa in Ramstein/Pfalz einen Bombenanschlag. 14 Menschen werden verletzt, es entsteht ein Sachschaden von 7,2 Mio. DM. 15. September 1981, Heidelberg : Der amerikanische Oberbefehlshaber der Streitkräfte in Europa, Frederick J. Kroesen, entgeht nur knapp einem Attentat. Von einem Waldhang aus wird in Heidelberg eine Panzerfaust auf das vorbeifahrende Auto des Generals abgefeuert. Der Offizier und seine Frau werden nur leicht verletzt. Das RAF- "Kommando Gudrun Ensslin" übernimmt die Verantwortung. 24. September 1981, Paris : Vier Armenier, die der ASALA angehören, besetzen das türkische Generalkonsulat in Paris. Während sie das Gebäude stürmen, erschießen sie Cemal Özen, einen Sicherheitsbeamten, und verletzen den Konsul Kaya Inal schwer. Die Terroristen nehmen sich zwischenzeitlich 56 Geiseln. 1. Oktober 1981, Beirut : Bei einem Bombenanschlag auf ein PLO-Büro in Beirut sterben mindestens 92 Menschen. 6. Oktober 1981, Kairo : Muhammad Anwar as-Sadat, Staatspräsident von Ägypten, fällt einem Attentat zum Opfer, das bei einer Militärparade verübt wird. Eine bisher unbekannte islamistische "Organisation zur Befreiung Ägyptens" übernimmt die Verantwortung. Als auf dem Paradeplatz der ägyptischen Hauptstadt eine Eliteeinheit der Armee vorbeimarschiert, springen plötzlich von einem Jeep drei Soldaten und feuern auf die Ehrentribüne. Sadat stirbt wenige Stunden später, ebenso der nordkoreanische Botschafter und zwei weitere Ehrengäste. Zahlreiche Tribünenbesucher werden verletzt. 15. Januar 1982, Berlin : Gegen 20.35 Uhr explodiert in dem israelischen Restaurant "Mifgasch" in Berlin- Wilersdorf ein Sprengsatz, der hinter einem Heizkörper versteckt lag. Ein Mädchen kommt ums Leben, 35 Menschen werden verletzt, die Polizei sucht die Täter in palästinensischen oder rechtsextremen Kreisen. 18. Januar 1982, Paris : Der stellvertretende Militärattache der US-Botschaft in Paris wird von einem bewaffneten Attentäter vor seinem Haus erschossen. Die Verantwortung übernimmt die Lebanese Armed Revolutionary Faction (LARF). 28. Januar 1982, Padua : Ein Polizei-Sonderkommando befreit in Padua den amerikanischen NATO-General James Lee Dozier, der am 17.12.1981 von den Roten Brigaden entführt worden war. Fünf Terroristen werden verhaftet. 28. Januar 1982, Los Angeles : Kemal Arikan, der türkische Generalkonsul in Los Angeles, wird von zwei Terroristen auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Der 19-jährige Hampig Sassounian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. 5. Februar 1982, Bilbao : Der Industrielle Jose Lipperheide, am 5.1. von einem ETA-Kommando entführt, wird bei Bilbao gegen ein Lösegeld von 3,5 Mio. DM freigelassen. 26. März 1982, Beirut : In einem Kino in Beirut explodiert eine Bombe, die zwei Menschen tötet und 16 weitere verletzt. Die ASALA erklärt, der Anschlag gehe auf ihr Konto. 29. März 1982, Toulon : Ein Carlos-Kommando verübt einen Anschlag auf den "Capitole", den Euroexpress von Paris nach Toulon. Der Zug fuhr gerade mit über 160 Stundenkilometer, als in dem Abteil, das normalerweise für Jacques Chirac reserviert ist, eine Bombeexplodiert. Fünf Menschen sterben, 27 wurden verletzt. Obwohl der erste Waggon zerfetzt wurde, blieb der Zug, in dem über 400 Menschen saßen, auf den Gleisen. 3. April 1982, Paris
: Der israelische Diplomat Jakow Barsimantow wird im Vorraum seiner
Pariser Wohnung von einem Carlos-Kommando erschossen. 8. April 1982, Ottawa : Kani Güngör, der Wirtschaftsattache der türkischen Botschaft in Ottawa, wird in der Garage seines Appartments von ASALA-Terroristen angeschossen und schwer verletzt. 11. April 1982, Jerusalem : Ein aus den USA stammender israelischer Reservist erschießt bei einem Amoklauf auf dem Tempelberg in Ost-Jerusalem zwei Araber; bei einer anschließenden Schießerei werden mindestens 148 Menschen verletzt. 16. April 1982, Beirut : In Westbeirut werden ein Angestellter der französischen Botschaft, Guy Cavallot, und seine schwangere Frau Caroline in ihrer Wohnung ermordet. Die Killer eines Carlos-Kommandos hatten ihre Schusswaffen unter einem Blumenbukett verborgen. 19. April 1982, Wien : Eine Explosion zerstört das Büro der Air France in Wien, zeitgleich detoniert ein Sprengsatz in der französischen Botschaft. Erneut soll ein Carlos-Kommando die Anschläge durchgeführt haben. 22. April 1982, Beirut : In dem Beiruter Büro der Nachrichtenagentur Agence France-Press explodiert ein Sprengsatz, der von der Carlos-Gruppe gelegt wurde. 22. April 1982, Paris : Wenige Minuten vor der Verhandlung gegen Magdalena Kopp und Bruno Breguet, zwei Carlos-Mitstreiter, in Paris explodiert eine Autobombe vor dem Redaktionsbüro des Magazins Al Watan al Arabi in der Rue Marbeuf in Paris. Eine Passantin stirbt auf der Stelle, 60 Menschen werden verletzt. 4. Mai 1982, Cambridge (Massachusetts) : Orhan Gündüz, der türkische Honorarkonsul in Boston wird von einem Unbekannten erschossen. 24. Mai 1982, Beirut : Auf dem Gelände der französischen Botschaft in Beirut explodiert ein geparkter Wagen. Elf Menschen sterben, 27 werden verletzt. Es ist die Reaktion der Carlos-Gruppe auf die Verurteilung zweier Mitglieder in Paris. 7. Juni 1982, Lissabon : Der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft, Erkut Akbay, und seine Frau Nadide Akbay werden vor ihrem Haus von Terroristen der JCAG erschossen. 21. Juli 1982, Paris : 16 Menschen werden bei einer Bombenexplosion vor einem Cafe am Place Saint-Severin verletzt. Die Orly Organisation erklärt sich verantwortlich, und verweist darauf, dass Frankreich armenische Gefangene nicht als politische Gefangene, sondern als gewöhnliche Kriminelle behandelt. 7. August 1982, Ankara : Zwei Terroristen der Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) zünden auf dem Flughafen Esenboga eine Bombe und schießen anschließend mit Maschinengewehren in die Menge in einem Warteraum für Passagiere. Neun Personen sterben bei dem Angriff, 82 werden verletzt. Der überlebende Terrorist, Levon Ekmekjian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. 9. August 1982, Paris : Zwei Bewaffnete werfen eine Handgranate in das gutbesuchte bekannte jüdische Restaurant Joe Goldenberg und schießen danach in die Menge, als sie flüchten auch auf Menschen vor einer Synagoge. Sechs Menschen verlieren durch den Angriff der Organisation Schwarzer Juni ihr Leben. 27. August 1982, Ottawa : Colonel Atilla Altikat, der Militärattache der türkischen Botschaft, wird in seinem Auto von der Organisation JCAG ermordet. 9. September 1982, Burgas (Bulgarien) : Bora Süelkan, der Verwaltungsattache des türkischen Generalkonsulats in Burgas, wird vor seiner Wohnung erschossen. Verschiedene armenische Organisationen übernehmen die Verantwortung. 28. Februar 1983, Paris : Eine von der ASALA gelegte Bombe detoniert in einem Büro der Marmara Travel Agency und tötet eine Sekretärin. Vier Personen werden verletzt. 9. März 1983, Belgrad : Galip Balkar, der türkische Botschafter in Jugoslawien, wird in der Innenstadt von Belgrad ermordet. Sein Chauffeur Necati Kayar erleidet einen Bauchschuss. Als die Terroristen zu fliehen versuchen, verletzen sie zuerst einen jugoslawischen Colonel, anschließend erschießt ein Terrorist eine Studentin. Die beiden Armenier Kirkor Levonian und Raffi Elbekian werden verhaftet. 18. April 1983, Beirut (Libanon) : Die Explosion einer LKW-Bombe zerstört den Mittelteil der US-Botschaft in West-Beirut. Unter den 66 Toten sind 17 Amerikaner. Die USA lasten den Anschlag der von Iran unterstützten Schiiten-Organisation "Heiliger Krieg" an. 16. Juni 1983, Istanbul : Armenische Terroristen der ASALA verüben einen Anschlag mit Handgranaten und Maschinengewehren auf den Basar von Istanbul. Zwei Personen werden getötet, 21 verletzt. 1. Juli 1983, Hebron : Aharon Gross, ein 19-jähriger amerikanischer Israeli aus New York, wird auf einem Marktplatz in Hebron von PLO-Terroristen erstochen. 14. Juli 1983, Brüssel : Der türkische Diplomat Dursun Aksoy, Verwaltungsattache in Belgien wird von einer armenischen Untergrundorganisation erschossen. 15. Juli 1983, Paris : Auf dem Pariser Flughafen Orly explodiert eine Bombe vor dem Schalter der türkischen Fluggesellschaft THY, die acht Menschen tötet und mehr als 60 verletzt. Der 29-jährige syrische Armenier VaradjianGarbidjian gesteht die Tat und erklärt, die Bombe sollte erst an Bord eines Flugzeugs explodieren. Die armenische Organisation ASALA bekennt sich zu dem Anschlag. 27. Juli 1983, Lissabon : Bei einem Attentat einer armenischen Untergrundorganisation auf die türkische Botschaft in Lissabon kommen sieben Menschen ums Leben. Die Terroristen hatten das Gebäude zuvor besetzt. Es ist das dritte Attentat von Armeniern in diesem Monat, die damit auf die Unterdrückung ihrer Volksgruppe in der Türkei aufmerksam machen wollen. 25. August 1983, Berlin : Bei einem Sprengstoffanschlag auf das Maison de France, ein französisches Kulturzentrum und das Generalkonsulat, stirbt ein Mensch, 23 weitere werden verletzt. Eine armenische Organsiation bekennt sich, jedoch wird die Carlos-Gruppe für den Anschlag verantwortlich gemacht. 23. September 1983, Abu Dhabi : Nahe der Stadt Abu Dhabi explodiert ein Flugzeug, bei dem Unglück verlieren alle 111 Menschen an Bord ihr Leben. Für die Explosion an Bord übernimmt die Abu Nidal Organisation die Verantwortung. 1. Oktober 1983, Marseille : Eine Bombenexplosion zerstört den amerikanischen, sowjetischen und algerischen Pavillon auf einem internationalen Jahrmarkt. Eine Person wird durch den Anschlag der ASALA getötet, 26 werden verletzt. 9. Oktober 1983, Rangun : Einem Bombenanschlag in Rangun (Birma) fallen 20 Menschen zum Opfer, darunter vier südkoreanische Minister. Der südkoreanische Staatspräsident Chun Doo Hwan entgeht dem Attentat. 23. Oktober 1983, Beirut : 243 US-Marines kommen ums Leben, als ein von Islamisten gesteuerter und mit einer Tonne Sprengstoff beladener Lastwagen frühmorgens vor ihrem Hauptquartier nahe dem Beiruter Flughafen explodiert. Das Gebäude wird vollständig zerstört. Fast gleichzeitig explodiert eine Autobombe auch vor dem Hauptquartier französischer Soldaten (58 Tote). Die Organisation "Islamischer Heiliger Krieg" bekennt sich, der US-Geheimdienst geht allerdings davon aus, dass das Attentat von schiitischen Fanatikern um den ehemaligen Chemielehrer Hussein Mussawi verübt wurde. US-Präsident Reagan kündigt an, dass sich die amerikanischen Soldaten aus dem Libanon zurückziehen werden. 4. November 1983, Tyros : Bei einem Anschlag durch ein schiitisches Selbstmordkommando auf das israelische Hauptquartier im Südlibanon kommen 61 Menschen ums Leben. Der Attentäter hatte mit einem mit Sprengstoff beladenem Lkw die Stacheldrahtzäune durchbrochen. Die israelische Armee fliegt darauf hin Vergeltungsangriffe. 6. Dezember 1983, Jerusalem : Durch einen Bombenanschlag des PLO-Arms der Fatah auf einen Bus in Jerusalem stirbt die 60-jährige Touristin Serena Sussman aus South Carolina. 12. Dezember 1983, Kuwait-City : Bei Bombenanschlägen, die sich gegen die Botschaften der USA und Frankreichs, gegen den Flughafen, eine Bankfiliale und ein Treibstoffdepot richten, kommen fünf Menschen ums Leben. Ein pro-iranisches schiitisches Kommando erklärt sich für verantwortlich. 17. Dezember 1983, London : Vor dem Kaufhaus Harrod´s in London explodiert eine Autobombe, die von einer Splittergruppe der IRA gelegt wurde. Fünf Menschen kommen bei dem Anschlag ums Leben. 31. Dezember 1983, Marseille : Am Silvestertag 1983 verließ der Schnellzug Marseille-Paris um 17.29 Uhr den Bahnhof St.Charles in Marseille. Die Waggons sind an diesem Tag nur halb besetzt. Knapp zwei Stunden nach der Abfahrt explodiert eine Kofferbombe im zweiten Waggon, als der Zug gerade mit 160 Stundenkilometer dahinrast. Drei Menschen in dem Zug sind sofort tot. Genau 25 Minuten später explodiert ein zweiter Koffer im Bahnhof St. Charles, zwei Menschen werden getötet. Über 50 Menschen werden bei den beiden Anschlägen verletzt, einige davon schwer. 1. Januar 1984, Tripoli : Eine dritte Bombe der Carlos-Gruppe detoniert im französischen Kulturzentrum der nordlibanesischen Stadt Tripoli. 16. März 1984, Beirut : Der Islamische Dschihad kidnappt den US-Officer William Buckley in Beirut und ermordet ihn später. 12. April 1984, Madrid : Ein Bombenanschlag zerstört ein Restaurant nahe einer amerikanischen Basis in Torrejon. 18 Menschen sterben, 83 werden verletzt. Die Hisbollah erklärt sich für verantwortlich. 28. April 1984, Teheran : Zwei auf einem Motorrad fahrende ASALA-Terroristen eröffnen das Feuer auf Isik Yönder, als er seine Frau Sadiye Yönder zur türkischen Botschaft fährt, wo sie arbeitet. Isik Yönder wird getötet. 20. Juni 1984, Wien
: Eine Bombe explodiert in dem Auto, das Erdogan Özen 14. August 1984, Los Angeles : Am 14. August wird im Bus der türkischen Olympiamannschaft vor dem Flughafen von Los Angeles eine tickende Bombe unbekannter Herkunft entdeckt. Der Sprengsatz kann von Spezialisten der örtlichen Flughafenpolizei entschärft werden. Ein anonymer Anrufer übernimmt die Verantwortung des versuchten Anschlags im Namen der armenischen Untergrundorganisation Asala. 20. September 1984, Beirut : Erneuter Autobomben-Anschlag der Terrorgruppe "Heiliger Krieg" auf die neue US- Botschaft in einem Ost-Beiruter Vorort. 23 Menschen sterben, unter den vielen Verletzten ist auch der Botschafter. 12. Oktober 1984, Brighton : Bei einem Bombenanschlag auf das Grand-Hotel in der englischen Stadt Brighton kommen vier Menschen ums Leben, mindestens 30 werden verletzt. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher bleibt unverletzt. Zu dem Anschlag auf das Hotel, in dem sich wegen des Parteitags der Konservativen viele Politiker aufhielten, bekennt sich die IRA. 31. Oktober 1984, Neu Delhi : Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi (67) wird von zwei Mitgliedern ihrer Leibwache, die der Religionsgemeinschaft der Sikhs angehören, in der Hauptstadt Neu-Delhi erschossen. Durch die Erstürmung des Goldenen Tempels von Amritsar, des höchsten Heiligtums der Sikhs, durch die indische Armee am 5.Juni wurde der Zorn der Angehörigen dieser Sekte geschürt. 6. November 1984, Petah Tikva : Der israelische Soldat David Manos wird entführt und an der Straße zwischen Lod und Petah Tikva erschossen. Seine Leiche wird am 14. März 1986 nahe des Dorfes Dir Balut gefunden. Seine Mörder werden gefasst. 19. November 1984, Wien : Evner Ergun, der stellvertretende Direktor für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen, wird in Wien erschossen, als er zur Arbeit fährt. Die Mörder hinterlassen auf der Leiche des Opfers eine Flagge mit den Initialen ARA. 29. November 1984, Carmel : Die israelische Soldatin Hadas Kedmi wird gekidnappt, als sie in ein Miltärfahrzeug einsteigt. Ihre Leiche wird am 11. Dezember 1994 an den Hängen des Carmel-Gebirges nahe der Siedlung Beit Oren gefunden. 4. Dezember 1984, Bukarest : Bei einem Attentat in der rumänischen Hauptstadt Bukarest wird ein jordanischer Diplomat erschossen. 4. Dezember 1984, Teheran : Vier Luftpiraten bringen ein kuwaitisches Verkehrsflugzeug, das sich auf dem Weg nach Pakistan befindet, in ihre Gewalt. Zwei Menschen werden an Bord der Maschine auf dem Flughafen von Teheran erschossen. Die Entführer wollen die Freilassung von Gesinnungsgenossen erzwingen, die wegen der Anschläge in Kuwait im Dezember 1983 in Haft sitzen. 23. Dezember 1984, Bologna : Bei einem Bombenattentat auf einen italienischen Schnellzug kommen in einem Tunnel bei Bologna 15 Menschen ums Leben, 117 werden verletzt. Während der Fahrt durch den 19km langen Apennin - Eisenbahntunnel zwischen Vernio und San Benedetto Val di Sambro explodiert im fünftletzten Waggon des Zuges Neapel-Mailand eine Bombe. Es wird vermutet, dass die Täter aus rechtsextremen Kreisen stammen. 25. Januar 1985, Paris : Das "Kommando Elisabeth van Dyck" der Action Directe ermordet in La Celle-Saint- Cloud bei Paris den General Réné Audran. 1. Februar 1985, Gauting : Der Vorstandsvorsitzende der Motoren- und Turbinen-Union (MTU), Ernst Zimmermann, wird in Gauting bei München von zwei Angehörigen des RAF- Kommandos "Patrick O´Hara" erschossen. 12. März 1985, Ottawa : Drei schwerbewaffnete ARA-Terroristen stürmen die türkische Botschaft und töten einen kanadischen Sicherheitsbeamten. Nach der Sprengung der Eingangstür gelangen die Täter ins Gebäude. Dem Botschafter Coskun Kirca gelingt trotz schwerer Verletzungen die Flucht. Die Täter nehmen seine Frau und seine Tochter zeitweise als Geiseln, lassen diese aber später frei und ergeben sich. 10. Juni 1985, Kissufim : Der israelische Reservist David Pelzan aus Eilat wird gekidnappt und schließlich ermordet. Seine Leiche wird an einer Kreuzung nahe Kissufim im Gazastreifen entdeckt. 14. Juni 1985, Beirut : Eine TWA-Maschine mit 150 Passagieren wird zwischen Athen und Rom von zwei schiitische Libanesen gekapert. Im Laufe der Entführung wird der amerikanische Marinetaucher Robert Stethem erschossen. Erst nach 17 Tagen kommen die letzten Geiseln frei. 19. Juni 1985, Frankfurt/ Main : In der Abflughalle B des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens explodiert ein Sprengkörper in einem Abfallbehälter. Drei Personen sterben, 42 weitere werden z.T. schwer verletzt. Zu der Tat bekennen sich in widersprüchlichen Bekenneranrufen mehrere in- und ausländische Organisationen. 23. Juni 1985, Cork : Südwestlich von Irland stürzt ein Jumbo-Jet der indischen Air India, der sich auf dem Flug Toronto - Montreal - London- Bombay befindet, ins Meer. Alle 329 Flugzeuginsassen - in der überwiegenden Mehrheit Inder - kommen bei dem Absturz ums Leben. Der Absturz wurde durch die Explosion einer Bombe an Bord verursacht , die vermutlich von zwei Angehörigen des extremistischen Flügels der indischen Religionsgemeinschaft der Sikhs an Bord geschmuggelt wurde. Fast zeitgleich explodiert ein Gepäckstück auf dem Tokioter Flughafen Narita, zwei Menschen kommen ums Leben. Die Bombe sollte ebenfalls an Bord eines Air India Fluges explodieren. 27. Juni 1985, Beit Shemesh : Zwei Personen werden nahe der israelischen Stadt Beit Shemesh erschossen. Die beiden Täter werden festgenommen und erklären sie seien in der Fatah Mitglied. 8. August 1985, Frankfurt/ Main : Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen werden ein US-Soldat und die Frau eines Angehörigen der US-Luftwaffe durch einen Bombenanschlag getötet, 16 Personen werden verletzt. Zu der Tat bekennt sich das RAF-Kommando "George Jackson". Die Täter hatten sich durch den Mord an dem US-Soldaten Edward Piemental in Wiesbaden in Besitz einer Identitätskarte gebracht, um auf das Gelände des Stützpunkts zu gelangen. 30. September 1985, Beirut : In der libanesischen Hauptstadt werden vier Angehörige der sowjetischen Botschaft von der Organisation "Islamischer Heiliger Krieg" entführt; eine der Geiseln wird getötet. 7. Oktober 1985 : Vier Palästinenser kapern vor der ägyptischen Küste das italienische Kreuzfahrtschiff "Achille Lauro" und nehmen sich 545 Passagiere als Geiseln. Ein US-Bürger wird von den Terroristen erschossen. Ägypten bietet den Terroristen Asyl an, sie lassen im Gegenzug die Geiseln frei. Am 10.Oktober verlassen die Entführer in Begleitung von Abul Abbas , dem Chef der PLO-Splittergruppe PLF, mit einer Boeing 737 Kairo. Das Flugzeug wird von US-amerikanischen Abfangjägern gekapert und zur Landung auf dem NATO-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien gezwungen. 24. November 1985, La Valletta : Eine Boeing 737 der Egypt Air mit 98 Menschen an Bord auf dem Weg von Athen nach Kairo wird von drei bewaffneten Arabern entführt. Kurz nach der Entführung tötet ein ägyptischer Luftsheriff einen der Entführer, es kommt zu einem Schusswechsel in der Maschine. Das Flugzeug landet schließlich in La Valetta auf Malta, wo es fünf Tage steht, bevor die Situation eskaliert. Die Terroristen beginnen mit der Exekution der Passagiere, als im Lauf des Abends ein ägyptisches Kommando die Maschine stürmt. Der Befreiungsversuch der schlecht organisierten ägyptischen Kommadoeinheit fordert 57 Todesopfer, die meisten davon sind Passagiere. 24. November 1985, Frankfurt /Main : Bei einem Bombenanschlag auf ein Kaufhaus der US-Armee werden 38 Menschen z.T. schwer verletzt. 27. Dezember 1985, Wien : Auf dem Flughafen Wien-Schwechat werfen drei schwerbewaffnete Männer mehrere Handgranaten unter die Passagiere, die vor dem Abfertigungsschalter der israelischen Fluggesellschaft El Al warten, und eröffnen das Feuer. Vier Personen sterben, mehr als 30 werden verletzt. Die Terroristen werden nahe Schwadorf gestellt, bei einem Feuergefecht stirbt ein Terrorist, die anderen ergeben sich. 27. Dezember 1985, Rom : Nahezu zeitgleich mit dem Anschlag in Wien stürmen mindestens fünf Terroristen den Flughafen "Leonardo da Vinci" in Rom-Fiumicino und werfen zwei Handgranaten unter die Passagiere vor dem El Al-Schalter sowie eine Handgranate in eine Kaffeebar im Flughafengebäude. Gleichzeitig beginnen sie wild um sich zu schießen. Die Bilanz in Rom: 14 Tote und über 70 Verletzte. Nach Mutmaßungen der Sicherheitsbehörden sind die Attentäter in Wien und Rom Palästinenser der Abu-Nidal-Organisation. 30. März 1986, Athen : In einer TWA-Boeing kommt es zu einer Bombenexplosion, durch die vier US-Bürger sterben. Die Maschine kann dennoch sicher landen. Eine palästinensische Splittergruppe erklärt sich verantwortlich. 5. April 1986, West-Berlin : In der vorwiegend von Amerikanern besuchten Diskothek "La Belle" im Westteil der Stadt explodiert am Abend eine Bombe gespickt mit Eisenteilen, die von Libyern gelegt wurde. Drei Menschen sterben, über 250 werden verletzt. Zehn Tage nach dem Anschlag lässt Reagan die libyschen Städte Tripolis und Benghasi bombardieren. Mindestens 36 Menschen kommen ums Leben. Die Justiz in Berlin verhandelt seit 1997 gegen vier mutmaßliche Attentäter. 9. Juli 1986, Straßlach : Durch eine Sprengladung am Straßenrand ermordet die RAF in Straßlach Siemens- Vorstandsmitglied Karl Heinz Beckurts und seinen Fahrer Eckhard Groppler auf dem Weg zur Arbeit. ("Kommando Mara Cagol") 5. September 1986, Karachi (Pakistan) : Vier Terroristen bringen eine PanAm Boeing 747 mit 389 Menschen an Bord in ihre Gewalt. Als das Licht in der Maschine ausfällt, schießen sie auf die Passagiere. 22 Menschen sterben. 10. Oktober 1986, Bonn : Gerold von Braunmühl, Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt, wird von dem RAF- "Kommando Ingrid Schubert" in Bonn ermordet. 15. Oktober 1986, Jerusalem : Der israelische Staatsbürger Gail Klein wird durch einen Handgranatenangriff der PLO an der Westmauer von Jerusalem getötet. 17. November 1986, Paris : Die Action Directe, die der RAF eng verbunden ist, ermordet in Paris den Renault- Chef Georges Besse. 17./21. Januar 1987, Beirut : Auf dem Frankfurter Flughafen wird der 22jährige Libanese Mohammed Ali Hamadei verhaftet, der von amerikanischen Behörden der Beteiligung an einer Flugzeugentführung beschuldigt wird. Kurz darauf werden in Beirut die beiden Deutschen Rudolf Cordes und Alfred Schmidt von einer schiitischen Organisation entführt. 19. Juni 1987, Barcelona : Bei einem Sprengstoffanschlag der baskischen Separatistenorganisation ETA in einem Kaufhaus in Barcelona sterben 18 Menschen, weitere 37 werden teilweise lebensgefährlich verletzt. 8. November 1987, Enniskillen : Bei einem Bombenanschlag der IRA während einer Gedenkfeier für Kriegsopfer sterben in der nordirischen Stadt Enniskillen zehn Menschen. 11. Dezember 1987, Saragossa : Bei einem Bombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA in der nordostspanischen Stadt Saragossa kommen sieben Menschen ums Leben. 17. Februar 1988, Beirut : Der US-Marine Corps Colonel William Higgins wird von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Organisation verschleppt und später ermordet. Er war für die Vereinten Nationen im Südlibanon tätig. 1. April 1988, Paris : Die Nationale Kurdische Befreiungsfront übernimmt die Verantwortung für den Mord an dem deutschen Konsulatsattaché. Sie ist ein Flügel der kurdischen Arbeiterpartei PKK. 5. April 1988, Algier : Auf dem Weg von Bangkok in die Golfregion wird eine Boeing 747 der Kuwait Airways gekapert und zur Landung im nordiranischen Mesched gezwungen. Die Hijacker, die der proiranischen Hisbollah zugerechnet werden, fordern die Freilassung von kuwaitischen Gesinnungsgenossen, die wegen Bombenanschlägen einsitzen. Am 8.April werden auf dem Flughafen der zypriotischen Stadt Larnaca zwei Passagiere erschossen. Nach 16 Tagen geben die Entführer in Algier auf und erhalten freies Geleit in ein unbekanntes Land. 14. April 1988, Neapel : Vor dem USO Club in Neapel explodiert eine Autobombe, die vier Mitglieder des US- Militärs mit in den Tod reißt. 15 Personen werden verletzt. Verantwortlich für die Aktion soll die Japanische Rote Armee (JRA) sein. 16. April 1988, Tunis : Der Vizepräsident und Militärchef der PLO, Abu Dschihad, wird zusammen mit drei Leibwächtern in Tunis von einem bewaffneten Mossad-Kommando ermordet. 23. April 1988, Tripoli : Durch die Explosion einer Autobombe in der libanesischen Stadt Tripoli sterben 66 Menschen. Mai 1988, Seoul : Im Mai nimmt die Polizei im Tokioter Flughafen den mutmasslichen Kopf der Terrororganisation Japanische Rote Armee (JRA) fest. Er soll, zusammen mit dem nordkoreanischen Geheimdienst, ein Attentat während der Olympischen Spiele in Seoul planen. Bereits zwei Jahre zuvor explodierte während der Asienspiele eine Paketbombe auf dem Flughafen in Seoul, die fünf Passagiere tötete und 31 zum Teil schwer verletzte. 11. Juli 1988, Poros : Bei einem Anschlag auf das griechische Kreuzfahrtschiff "City of Poros" sterben neun der 493 an Bord befindlichen Personen, 78 werden verletzt. Das vorwiegend mit ausländischen Touristen besetzte Schiff wird im Saronischen Golf von mehreren schwer bewaffneten Männer von einem Sportboot aus geentert. Sie schießen dabei das Schiff in Brand; viele der Passagiere springen in Panik über Bord. Die Täter können unerkannt entkommen. Zu dem Anschlag bekennen sich zwei Palästinenser-Organisationen und eine sogenannte Jüdische Verteidigungsliga. 13. Juli 1988, Duisburg : In einer Kaserne der britischen Rheinarmee in Duisburg-Wannheim werden neun Soldaten bei einem Anschlag verletzt. Die irische Untergrundorganisation IRA bekennt sich zu der Aktion. 17. August 1988, Islamabad : Bei einem Flugzeugabsturz kommt der pakistanische Staatspräsident Mohammad Zia ul-Haq ums Leben. Auch alle anderen 29 Insassen der Sondermaschine finden den Tod, unter ihnen Generalstabschef Akhtar Abdul Rahman und der US-Botschafter in Pakistan, Arnold Raphael. Das Transportflugzeug vom Typ C-130 stürzt bei Bahawalpur unweit der indischen Grenze nach einer Explosion ab. Nach amtlichen Angaben ist der Absturz Folge eines Anschlags unbekannter Täter. 21. Dezember 1988, über Schottland : Drei Tage vor Weihnachten zerfetzt eine Bombe eine Boeing 747 der amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am. Brennende Trümmer und Leichenteile fallen auf das schottische Dorf Lockerbie. 270 Tote. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Libyer. Die USA gehen davon aus, dass Gaddafi den Anschlag befohlen hat, um den Luftangriff von 1986 zu rächen. Erst 1999 liefert Libyen die zwei Verdächtigen nach Holland aus, einer wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Ansicht der Richter handelte der Täter im Auftrag Gaddafis. 19. Juni 1989, Osnabrück : Bei einem Anschlag der irischen Terrororganisation IRA auf eine britische Kaserne in Osnabrück wird ein deutscher Wachmann niedergeschlagen. Es entsteht erheblicher Sachschaden. 13. Juli 1989, Wien : In Wien werden drei führende kurdische Exil-Politiker ermordet. 19. Juli 1989, Niger : In einer Maschine der französischen Fluggesellschaft UTA explodiert über der Sahara eine Bombe, die der libysche Geheimdienst an Bord geschmuggelt haben soll. Alle 170 Menschen an Bord kommen ums Leben. Später wird Libyen zur Zahlung von 60 Millionen Mark an die Opfer verurteilt. 28. Juli 1989, Beirut : Ein israelisches Kommando entführt den Geistlichen Abdel Karim Obeid aus dem Südlibanon und setzt ihn in einem israelischen Gefängnis fest. Israel will damit drei Soldaten und 16 westliche Geiseln freipressen, am 3.August exekutiert die Hisbollah den von ihr als Geisel gehaltenen US-Offizier William Higgins aus Vergeltung. 9. August 1989, Beirut : Beim Angriff eines Hisbollah-Selbstmordkommandos auf einen israelischen Militärkonvoi im Südlibanon werden die beiden Attentäter und sechs israelische Soldaten getötet. 26. September 1989, Athen : Der konservative griechische Abgeordnete Pavlos Bakojannis fällt in Athen einem Attentat der linksextremen Terrororganisation "17.November" zum Opfer. 3. Oktober 1989, Brüssel : In Brüssel wird das Oberhaupt der jüdischen Gemeinde in Belgien, Joseph Wybran, ermordet. Zu der Tat bekennt sich die proiranische Organisation "Soldaten der Gerechtigkeit". 22. November 1989, Beirut : 17 Tage nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt des Libanon fällt Rene Mouawad einem Attentat zum Opfer. In einer dichtbevölkerten Straße im Westsektor von Beirut zerreißt eine Sprengladung die gepanzerte Limousine des 64-jährigen Präsidenten. Mit ihm kommen weitere 23 Menschen ums Leben. 25. November 1989, Ankara : Bei einem Überfall kurdischer Separatisten auf ein Dorf im Südosten der Türkei werden 21 Menschen getötet. 30. November 1989, Bad Homburg : In Bad Homburg ermordet das RAF-Kommando "Wolfgang Beer" den Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Alfred Herrhausen mit einer Hohl-Sprengladung, die auf einem Fahrrad am Straßenrand deponiert wurde. Mit Herrhausen stirbt auch sein Fahrer. 4. Februar 1990, Kairo : Ein israelischer Tour-Bus zwischen Rafah und Kairo wird von Terroristen des Palästinensischen Islamischen Dschihad mit Sturmgewehren attackiert. Elf Personen, davon neun Israelis, werden getötet, 17 weitere verletzt. 20. Mai 1990, Rischon le Zion : Ein 21-jähriger Israeli erschießt in Rischon le Zion nahe Tel Aviv sieben arabische Tagelöhner und verletzt zehn weitere schwer. Nach der Verhaftung des Amokläufers wird seine psychiatrische Untersuchung angeordnet. 27. Mai 1990, Roermond : Zwei australische Touristen werden im niederländischen Roermond von Terroristen der PIRA erschossen. Die Organisation erklärt, sie habe die Touristen mit britischen Soldaten verwechselt. 28. Mai 1990, Jerusalem : Eine Bombe, die in Jerusalem auf dem Mehani Yehuda Markt explodiert, tötet eine Person und verletzt weitere neun. 30. Mai 1990, Nitzanim : Israelische Einheiten vereiteln einen Anschlag der PLF auf den Strand von Tel Aviv. Vier Mitglieder der PLF werden getötet, zwölf verletzt. 2. Juni 1990, Dortmund : In Dortmund wird ein 35-jähriger britischer Artillerieoffizier vermutlich von drei IRA-Terroristen erschossen, als er von einer Veranstaltung nach hause kommt. Die PIRA übernimmt in einer Stellungnahme in Dublin die Verantwortung. 28. Juli 1990, Tel Aviv : Marnie Kimelman, eine kanadische Touristin, wird am Strand von Tel Aviv von einer Bombe getötet. 30. Juli 1990, London : Ian Gow, Mitglied der britischen Parlaments wird durch eine Bombe, die von der IRA vor seinem Haus deponiert wurde, getötet. 4. August 1990, Jerusalem : Palästinenser entführen und ermorden zwei Teenager in Jerusalem. 20. September 1990, Gaza : Der Soldat Amnon Pomeranz wird im Flüchtlingslager al-Bureis gelyncht, nachdem er sich in Gaza verlaufen hatte. 27. September 1990, Paris : Aus einem fahrenden Auto werden Handgranaten in das Cafe de Paris geworfen, die einen Jungen töten und 15 weitere Personen verletzen. Zur selben Zeit werden in das Cafe l´Historil ebenfalls Handgranaten geworfen, die jedoch nicht explodieren. Eine bislang unbekannte Organisation namens "Djibouti Youth Movement" übernimmt die Verantwortung. 21. Oktober 1990, Jerusalem : Ein Palästinenser ersticht in Jerusalem eine Verkäuferin, einen Polizisten und einen Zivilisten. 24. Oktober 1990, Londonderry : Ein Zivilist, dessen Familie zuvor von der IRA gekidnappt wurde, fährt ein mit Sprengstoff beladenes Auto zu einem Checkpoint nahe Londonderry. Fünf Soldaten und ein Autofahrer kommen ums Leben. 5. November 1990, New York : Rabbi Meir Kahane, Führer der rechtsextremen jüdischen Kach-Bewegung, wird in New York von einem Araber ägyptischer Abstammung ermordet. 25. November 1990, Rafah : Ein ägyptischer Soldat schießt an der israelisch-ägyptischen Grenze auf vorbei- fahrende israelische Militär- und Zivilfahrzeuge. Dabei kommen vier Menschen ums Leben, 26 werden verletzt. 2. Dezember 1990, Petah Tikva : Drei Hamas-Terroristen erstechen einen Israeli in einem Bus zwischen Petah Tikva und Tel Aviv und verletzen drei andere schwer. 14. Dezember 1990, Jaffa : Zwei Hamas-Terroristen erstechen drei Beschäftigte in einem metallverarbeitenden Betrieb in Jaffa. 14. Januar 1991, Tunis : In Tunis werden der Sicherheitschef der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, Abu Ijad, und Abu Hol, ein führendes PLO-Mitglied, ermordet. 7. Februar 1991, London : Bei einem Raketenanschlag der Untergrundorganisation Irisch- Republikanische Armee IRA auf den Sitz des britischen Premierministers Major werden drei Personen verletzt. 7. Februar 1991, Incirlik : Die Organisation Dev Sol erschießt den einen US-Mitarbeiter der Airbase Incirlik nahe Adana, als er sein Auto besteigen will. 13. Februar 1991, Bonn : Ein RAF-Kommando feuert 250 Gewehrpatronen von der gegenüberliegenden Rheinseite auf die US-Botschaft in Bonn ("Kommando Vincenzo Spano"). Die Täter feuerten von einer Mauer aus und benutzten Katzenstreu-Säcke als Unterlagen. Die Schüsse verletzten keinen, aber man fand noch Kilometerweit hinter der Amerikanischen Botschaft in Privathäusern einschläge der Geschosse. Dieser Anschlag liegt in der Zeit des "Desert Storm" 16. Februar 1991, Medellin : Bei der Explosion einer Bombe in der kolumbianischen Drogenmetropole Medellin werden 22 Menschen getötet. 18. Februar 1991, London : Bei zwei Bombenanschlägen der Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) auf Londoner Bahnhöfe stirbt ein Mensch, 35 werden verletzt. 28. Februar 1991, Izmir : Zwei Bewaffnete der DHCP/F schießen in Izmir auf einen US-Airforce Offizier und verwunden ihn, als er seine Wohnung betreten will. 12. März 1991, Athen : Der US-Airforce Sergeant Ronald Odell Stewart wird durch eine Bombenexplosion am Eingang seines Appartements in Athen getötet. Die revolutionäre Organisation 17. November erklärt sich verantwortlich. 18. März 1991, Jerusalem : Ein Palästinenser erschießt in Jerusalem vier israelische Frauen. 28. März 1991, Jubial : Drei US-Marines werden von einem Araber beschossen und verletzt, als sie in der Nähe des Camps Three im saudiarabischen Jubial mit ihrem Auto fahren. 1. April 1991, Düsseldorf : Ein mutmaßlicher Scharfschütze der RAF ermordet Treuhandchef Detlef Karsten Rohwedder in seinem Haus in Düsseldorf-Oberkassel. Das Kommando "Ulrich Wessel" bekennt sich zur Tat. 19. April 1991,
Paris : Ein iranischer Dissidenten-Führer wird in der Lobby seines
Appartements in Paris erstochen. Mai 1991, Barcelona : Im Mai 1991 kündigt die baskische Terrororganisation ETA mehrere Anschläge während der Olympischen Spiele in Barcelona im kommenden Jahr an. Kurz darauf lässt die ETA in Vich eine Autobombe hochgehen, die neun Menschen tötet und über 50 schwer verletzt. Zur Zeit des Attentats finden in der Stadt Vich Rollhockey-Qualifikationsspiele für die Olympischen Spiele statt. Gleichzeitig erklärt die ETA auch der Weltausstellung in Sevilla 1992 den "Krieg". Einem Expo-Funktionär wird darauf durch eine Briefbombe eine Hand weggerissen. 21. Mai 1991, Sriperumbudur : Auf einer Wahlveranstaltung in Südindien fällt der ehemalige Premierminister Rajiv Gandhi einem Bombenattentat zum Opfer. Nach Auffassung der Polizeibehörden war der Sprengsatz am Körper einer Frau versteckt, die den 46-jährigen Führer der Kongresspartei kurz vor der Explosion umarmt hat. Neben Gandhi sterben die mutmaßliche Attentäterin und 16 weitere Personen. Die srilankische Widerstandsorganisation von Tamil Eelam (LTTE) wird beschuldigt, Drahtzieher des Anschlags zu sein. 29. Mai 1991, Barcelona : Die baskische Separatistenorganisation ETA übernimmt die Verantwortung für einen Autobombenanschlag auf eine Barracke der Guardia Civil nahe Barcelona, bei dem neun Menschen sterben und über 50 verletzt werden. 16. Juni 1991, Punjab : Militante Sikhs überfallen im nordindischen Unionsstaat Punjab zwei vorwiegend mit Hindus besetzte Eisenbahnzüge und töten 126 Menschen. 3. Juli 1991, Mailand : Der italienische Übersetzer von Salman Rushdie´s "Die Satanischen Verse" wird von einem Iraner in Mailand niedergestochen. 12. Juli 1991, Tokio : Der japanische Übersetzer des Buches "Die Satanischen Verse" von Salman Rushdie wird in Tokio erstochen. 12. Juli 1991, Lima : Drei japanische Landwirtschaftswissenschaftler werden in einer ländlichen Gegend von Terroristen des Leuchtenden Pfades getötet. 27. Juli 1991, Srinagar : Acht Touristen, darunter sieben Israelis, werden von der Gruppe "Pasdaran-e-Inquillabi Islam" von einem Hausboot entführt. Die Israelis begannen damit, ihre Geiselnehmer zu attackieren, dabei sterben zwei Terroristen und ein Israeli. 1. August 1991, Bitlis : Im Morgengrauen überfallen kurdische Separatisten den Campingplatz am Kratersee des türkischen Vulkans Nemrut. Zehn deutsche Urlauber werden ins unübersichtliche Bergland verschleppt. Fünf Tage nach der Tat bekennt sich die Volksbefreiungsarmee Kurdistans (ARGK) zu der Tat, mit der sie auf die Verfolgung der Kurden aufmerksam machen will. Am 9. August werden alle Geiseln unversehrt freigelassen. 6. August 1991, Paris : Der ehemalige iranische Premierminister Shapur Bakhtiar und ein Helfer werden in Paris ermordet. Dahinter wird der iranische Geheimdienst vermutet. 9. August 1991, Lima : Zwei polnische Priester werden in einer ländlichen Gegend Perus von Sendero Luminoso Terroristen getötet, ebenso ein lokaler Politiker. 10. August 1991, Manila : Zwei Jugendmissionare werden durch eine Handgranatenattacke in einer Kulturveranstaltung getötet. Moslemextremisten werden als Täter verdächtigt. 19. August 1991, Istanbul : Die linksextreme türkische Organisation DHCP/F erklärt sich verantwortlich für das tödliche Attentat auf einen britischen Geschäftsmann in Istanbul. 20. August 1991, Bukarest : Der indische Botschafter wird bei einem Anschlagsversuch in Bukarest verletzt, die Khalistan Befreiungsfront, eine Sikh-Terrorgruppe übernimmt die Verantwortung. 13. September 1991, Naqura : Palästinensische Terroristen nehmen sich eine Gruppe von UN-Friedenssoldaten im Südlibanon als Geiseln, nachdem sie vergeblich versuchten Israel übers Wasser zu erreichen, um dort einen Terroranschlag zu verüben. Ein Soldat wird getötet, fünf verletzt. 7. Oktober 1991, Athen : Der Presseattache der türkischen Botschaft wird in der Nähe seiner Wohnung von bewaffneten Mitgliedern der Organisation 17. November erschossen. Die Gruppe prangert die türkische Besatzung Zyperns an. 11. Oktober 1991, Tel Hashomer : Hauptsergeant Aaron Agmon Klijami und Sergeant Shmuel Michaeli werden an einer Trampstation nahe Tel Hashomer von einem Terroristen, der einen Kleinbus in eine wartende Menge Soldaten steuert, überfahren und getötet. Elf weitere Soldaten erleiden Verletzungen. 28. Oktober 1991, Ankara : Ein US-Luftwaffenoffizier stirbt durch die Explosion einer Autobombe unter seinem Wagen. Der Islamische Dschihad erklärt sich verantwortlich. 28. Oktober 1991, Jerusalem : Bewaffnete Mitglieder des Islamischen Dschihad feuern auf einen Bus, der israelische Siedler in der West Bank transportiert. Zwei Siedler werden erschossen, drei verletzt. 8. November 1991, Beirut : Das Verwaltungsgebäude der Amerikanischen Universität in Beirut wird durch eine 100kg-Bombe zerstört. Ein Mensch stirbt, zwölf Personen werden verletzt. 28. Dezember 1991, Budapest : Eine Autobombe explodiert nahe einem Bus, der sowjetische Juden nach Israel transportiert, und verletzt zwei Polizisten, die den Bus begleiten. 17. Januar 1992, Omagh : Bei einem Bombenanschlag der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) auf einen Kleinbus in der irischen Grafschaft Tyrone werden sieben protestantische Arbeiter getötet. 11. Februar 1992, Lima : Eine Autobombe des Leuchtenden Pfades explodiert vor der Residenz des US-Botschafters in Lima. Drei Polizisten werden getötet, drei weitere Menschen verletzt. 14. Februar 1992, Kibbuz Gal Ed : Mehrere israelische Araber gehen in dem Kibbuz Gal Ed mit Äxten auf Israelis los und erschlagen drei von ihnen. 7. März 1992, Ankara : Eine unter einem Auto versteckte Bombe explodiert im Cankaya Distrikt in Ankara und tötet Ehud Sadan, den Sicherheitsattache der israelischen Botschaft. Zwei Jungen werden verletzt. Drei radikal- islamische türkische Gruppen übernehmen die Verantwortung, obwohl offiziell der Iran beschuldigt wird. 17. März 1992, Buenos Aires : Eine Bombenexplosion verwüstet den Komplex der israelischen Botschaft in Buenos Aires. 29 Personen kommen ums Leben, 242 verletzt. Die Organisation Hisbollah übernimmt für den Anschlag die Verantwortung. 27. März 1992, Bogota : Eine Bombe zerstört die Fassade des amerikanischen Diners Club in Bogota und tötet einen Mitarbeiter. Fünf Passanten werden verletzt. Die FARC übernimmt die Verantwortung. 22. April 1992, Maidanshar : Ein isländischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes wird von einem unbekannten Mujaheddin in der afghanischen Stadt Maidanshar erschossen. 23. April 1992, Delhi : Im Loomis Restaurant im Vivek Hotel in Delhi explodiert eine Bombe, die fünfzehn Personen verletzt, vorwiegend ausländische Touristen. 17. Mai 1992, Bet Leheya : David Cohen, ein Bewohner von Moshav Te´ashur wird in Bet Leheya im Gazastreifen von der Hamas erschossen. 20. Mai 1992, Kuwait-City : Zwei rumänische Zirkuskünstler werden verwundet, als ihr Bus von vier Bewaffneten mit Maschinengewehren angegriffen wird. 23. Mai 1992, Palermo : Italiens bisher erfolgreichster Mafia-Jäger, der Richter Giovanni Falcone, wird Opfer eines von der Mafia verübten Bombenattentats. Eine ferngezündete Sprengladung, die einen Trichter von 30 m Durchmesser und 8 m Tiefe in die Autobahn zwischen dem Flughafen Punta Raisi und Palermo reißt, tötet sieben Menschen, darunter Falcone, seine Frau und drei junge Polizisten. 24. Mai 1992, Bat Yam : Helena Rapp, ein 15-jähriges Mädchen aus Bat Yam wird von einem Hamas-Mann aus Nuseirat im Gazastreifen erstochen. 27. Mai 1992, Gush Katif : Der Rabbi des Dorfes Darom im Gazastreifen, Shimon Biran, wird von einem Hamas- Aktivisten aus Dir el-Balah erstochen. 30. Mai 1992, Eilat : Zwei Palästinenser erstechen in der Stadt Eilat einen israelischen Zivilisten. 10. Juni 1992, Panama-City : Ein US-Armeefahrzeug wird zwischen Panama-Stadt und Colon von Schüssen getroffen, der Fahrer kommt ums Leben, zwei weitere Personen werden verletzt. 22. Juni 1992, Rimal : Aus einem Auto heraus werden Schüsse auf ein Polizeigebäude in Rimal im Gazastreifen abgefuert, die zwei Israelis verwunden. 25. Juni 1992, Saja´ia : Moshe Bino aus Ashkelon und Ami Zaltzman aus Nes Ziona werden in ihrem Verpackungshaus im Gazastreifen erstochen. Die Tat wurde von den Izz al-Din al-Qassam-Brigaden verübt. 29. Juni 1992, Annaba : Der algerische Staatsratsvorsitzende Mohamed Boudiaf wird bei der Einweihung eines Kulturhauses in der nordostalgerischen Stadt Annaba nahe der tunesischen Grenze ermordet. Ein Attentäter in der Uniform der Sondereinheiten gegen Störung der öffentlichen Ordnung feuert aus einem Maschinengewehr auf den Präsidenten und seine Begleiter. Nach Angaben der algerischen Tageszeitung "La Nation" soll es sich um einen Anhänger der verbotenen islamischen Heilsfront handeln. 3. Juli 1992, San Sebastian : Zwei Bomben explodieren in einem unterirdischen Parkhaus unter der Hauptstraße von San Sebastian und verletzen eine Person. Der Anschlag ereignet sich einen Tag vor der Ankunft der Tour de France. 6. Juli 1992, Hawana : Die Frau des französischen Präsidenten Mitterand einem Autobombenanschlag in der irakischen Stadt Hawana mit Verletzungen. Vier Menschen kommen ums Leben, 19 werden verletzt. 8. Juli 1992, Irbil : Durch einen Anschlag mit Handgranaten werden in der Stadt Irbil zwei UN-Soldaten verletzt. 15. Juli 1992, Luxor : Drei Bewaffneten greifen einen Touristenbus nahe Luxor mit Gewehren an und verletzen vier Personen. 17. Juli 1992, Dahuk : In der irakischen Stadt Dahuk wird ein Wachposten der Vereinten Nationen erschossen. 19. Juli 1992, Palermo : Der Staatsanwalt Paolo Borsellino wird von einer Autobombe, die vor der Wohnung seiner Mutter explodiert, zerfetzt. Fünf Polizisten finden bei dem von der Mafia verübten Anschlag ebenfalls den Tod. 24. Juli 1992, Lima : Fünf amerikanische Airline-Mitarbeiter werden durch eine Bombenexplosion auf dem Jorge Chavez Airport verletzt. 27. Juli 1992, Sulaymaniyah : Eine Bombenexplosion zerstört ein UN-Fahrzeug nahe Sulaymaniyah und verletzt zwei Personen. 28. Juli 1992, Catania : Der Polizeibeamte Giovanni Lizzio, mit der Mafiabekämpfung in Catania betraut, wird von einer tödlichen Kugel getroffen. 4. August 1992, Bonn : In Bonn wird ein iranischer Dissident und Dichter niedergestochen und stirbt an seinen Verletzungen. 26. August 1992, Algier : Eine Bombe explodiert auf dem Houari Boumedienne Airport in Algier nahe dem Air France Ticketschalter und tötet 12 Menschen und verletzt weitere 128. 9. September 1992, Batman : PKK-Terroristen attackieren eine Ölstation des Unternehmens Mobil nahe der türkischen Stadt Batman. Einige Arbeiter werden verletzt. 17. September 1992, Berlin : In dem Berliner Restaurant "Mykonos" schießen mehrere Bewaffnete mit Sturmgewehren auf führende iranische Oppositionspolitiker. Vier von ihnen kommen ums Leben. In dem 1996 beendeten Prozess kommt das Gericht zu dem Schluss, dass das Attentat von höchsten iranischen Geheimdienst- stellen angeordnet wurde. Zwischen der EU und dem Iran kommt es daraufhin zu einer politischen Eiszeit. 18. September 1992, Jerusalem : Der israelische Soldat Alon Caravani wird in Zentralisrael von Hamas-Leuten in ihrem Auto mitgenommen und dort erstochen. 22. September 1992, Jerusalem : Der Grenzpolizist Avinoam Peretz wird auf der Shoefat-Kreuzung im Jerusalemer Stadtteil French Hill von einem später gefassten Hamas-Aktivisten erschossen. 2. Oktober 1992, Jangas : Sendero Luminoso-Terroristen töten einen italienischen Laienmissionar in der peruanischen Stadt Jangas. 21. Oktober 1992, Hebron : Die Hamas feuert im Süden Hebrons auf ein Militärfahrzeug und verletzt zwei Personen schwer. 23. Oktober 1992, Magdalena : Der britische Geschäftsmann Arthur Kessler wird in der Stadt Magdalena von der kolumbianischen FARC entführt und am nächsten Tag während eines Befreiungsversuches durch die Armee erschossen. 23. Oktober 1992, Irbil : Eine Bombe explodiert auf einem Markt nahe des Hauptquartiers des UN- Schutzkontingents in der Stadt Irbil. Eine Person stirbt, 16 werden verletzt. 25. Oktober 1992, Hebron : Hamas-Aktivisten feuern auf einen Beobachtungsposten nahe der Höhlen des Patriarchen, töten den Reservisten Shmuel Geresh und verletzen einen zweiten schwer. 7. Dezember 1992, Amman : Unbekannte erschießen in Amman einen irakischen Nuklearwissenschaftler nahe seiner Wohnung. 7. Dezember 1992, Gaza : Aus einem schnell fahrenden Fahrzeug werden Schüsse auf ein Patrouillenfahrzeug der Armee auf einer Umgehungsstraße nahe Saja´ia abgefeuert. Die drei Soldaten an Bord des Fahrzeugs sterben. 12. Dezember 1992, Jerusalem :Der 29-jährige Stabsunteroffizier Nissim Toledano aus Lod wird von Hamas- Leuten gekidnappt, während er sich auf dem Weg zu seiner Basis befindet. Während die Terroristen noch über die Freilassung ihres Führers Ahmed Yassin verhandeln, ermorden sie ihr Opfer. Drei Tage später wird seine Leiche nahe des Samaritergrabes an der Straße zwischen Maaleh Adumim und Jericho gefunden. 12. Dezember 1992, Hebron : Die Hamas feuert auf einen Armee-Jeep in Hebron, ein Reservist wird getötet, zwei Soldaten verletzt. 28. Dezember 1992, Lima : Guerillas des Leuchtenden Pfades verüben Bombenanschläge auf die Botschaften Chinas und Japans in der Hauptstadt Lima, die mehr als 60 Gebäude beschädigen. Mindestens zwölf Menschen werden vor der japanischen Botschaft verletzt, die Opfer sind Passanten. 29. Dezember 1992, Aden : Durch einen Bombenanschlag auf das Gold Mihor Hotel in der jemenitischen Stadt Aden wird ein Österreicher getötet, seine Frau schwer verletzt. Etwa 100 US-Soldaten, ein Teil der Somalia- Mission, befindet sich seit Mitte Dezember in Aden. Die Verantwortung für das Attentat ist ungeklärt. 22. Januar 1993, Lima : In einem Lieferwagen vor einem Coca Cola Betrieb im Zentrum von Lima explodiert eine Autobombe. Mindestens zwei Personen werden getötet, zwei weitere verletzt. 24. Januar 1993,
Ankara : Der türkische Journalist Ugur Muncu, bekannt für
seine heftige Kritik am islamischen Extremismus, wird vor seinem Apartment
in Ankara von einer Bombe, die sich unter seinem Auto befindet, 25. Januar 1993, Langley (Virginia) : Der pakistanische Staatsbürger Mir Aimal Kansi schießt vor dem FBI- Hauptquartier in Langley mit einem Schnellfeuergewehr auf Mitarbeiter des Büros. Zwei Personen sterben, drei werden verletzt. Kansi wird später gefasst und 1997 zum Tode verurteilt. 28. Januar 1993, Lima : Vor dem Firmensitz von IBM in Lima geht eine Autobombe hoch, die elf Passanten und Mitarbeiter verletzt und hohen Sachschaden anrichtet. 30. Januar 1993, Gaza : Hamas-Extremisten erschießen in Gaza zwei israelische Soldaten in einem Hinterhalt. 4. Februar 1993, Kairo : Gama´a al Islamya Terroristen werfen vor einem Hotel in Kairo ein Molotov Cocktail in einen südkoreanischen Reisebus. Es gibt keine Verletzten. 22. Februar 1993, Ibsril : Ein belgischer Funktionär wird im Nord-Irak auf dem Weg von Ibsril nach Sulaimaniyah von Unbekannten erschossen. 26. Februar 1993, New York : In der Tiefgarage des New Yorker World Trade Centers geht um 12.08 Uhr eine Autobombe hoch. 540 Kilogramm Dynamit sprengen einen riesigen Krater in die Garage und töten sechs Menschen. Mehr als tausend werden verletzt. Die amerikanischen Behörden ermitteln gegen eine Gruppe von mehr als 20 Arabern. Im Zentrum der Gruppe steht der blinde Scheich Omar Abdel Rahman. Er ist der Chef der Islamisten-Gruppe Jihad, die mehrfach Überfälle auf Touristen in Ägypten verübt hatte. In einem ersten Prozess verurteilt ein Gericht in New York 1994 vier Männer zu je 240 Jahren Gefängnis. 1998 wird der Anführer der Attentäter, Ramzi Ahmed Youssef, zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwei Jahre zuvor war Scheich Rahman wegen Planung mehrerer Bombenanschläge verurteilt worden. Auch er bekam lebenslänglich. 26. Februar 1993, Kairo : Eine Bombe explodiert in einem Café in der Innenstadt von Kairo. Ein Schwede, ein Türke und ein Ägypter kommen ums Leben, 18 Personen, darunter US-Amerikaner, Franzosen und Kanadier werden verletzt. Der Anschlag geht vermutlich auf das Konto der radikalislamischen Gama´a al Islamiya. 2. März 1993, Tel Aviv : Zwei Israelis werden in Tel Aviv von einem bewaffneten Palästinenser erschossen. Bei ähnlichen Zwischenfällen in Israel im Monat März werden weitere elf Menschen getötet. Israelische Sicherheits- kräfte riegeln daraufhin den Gazastreifen ab. 8. März 1993, San Jose : Vier Terroristen stürmen die nicaraguanische Botschaft in San Jose und nehmen sich 25 Geiseln, darunter den Botschafter Nicaraguas. Am 21. März nach zähen Verhandlungen endet die Besetzung friedlich, die Geiselnehmer verlassen das Land. 12. März 1993, Jerusalem : Der israelische Soldat Yehoshua Friedberg, der auf den Golan-Höhen diente, wird von Terroristen entführt und ermordet. 12. März 1993, Bombay : Bei einer Serie von Sprengstoffanschlägen werden rund 300 Menschen getötet und über 1200 verletzt. Weitere Bomben können in den folgenden Tagen noch rechtzeitig entschärft werden. Am 17. März fordert in Kalku |