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Terror & Attentate in Austria (Österreich)
Chronologie Terroristische Aktivitäten
8. Mai 1972,
Wien : Fünf Terroristen der Organisation Schwarzer September
kidnappen eine Sabena-Maschine auf dem Weg von Wien über Athen
nach Tel Aviv. Sie fordern die Freilassung von 317 Kämpfern aus
israelischen Gefängnissen. Israelische Sicherheitskräfte stürmen
das Flugzeug auf dem Flughafen von Tel Aviv-Lod und töten drei
der Entführer.
28. September
1973, Wien : Zwei arabische Guerillas besteigen im slowakischen
Bratislava den "Chopin-Express" von Moskau nach Wien. Im Grenzort
Marchegg auf der österreichischen Seite bedrohen sie die Fahrgäste
mit automatischen Waffen und Handgranaten und nehmen vier Geiseln. Sie
verlangen von Österreich die Schließung des Durchgangslagers
für Sowjetjuden in Schönau. Die Regierung beugt sich den Forderungen,
die zwei Araber werden nach Libyen ausgeflogen, die Nachgiebigkeit Kreiskys
löst weltweit Proteste aus.
22. Oktober 1975,
Wien : Der türkische Botschafter Danis Tunaligil wird von drei
armenischen Terroristen in seinem Arbeitszimmer getötet. Die ASALA
übernimmt die Verantwortung.
21. Dezember
1975, Wien : Überfall auf die Opec-Ministerkonferenz. Diese
Organisation verhandelt hier über die zukünftige Preisgestaltung
des Öls. Bei dem überraschenden Überfall geraten elf
Minister bzw. Delegationschefs und 59 weitere Geiseln in die Hände
der Terroristen, die sich "Arm der arabischen Revolution"
nennen. Drei Menschen werden getötet, der weitere schwer verletzt.
Die Terroristen erreichen, dass ihre Forderungen in einer Rundfunksendung
übertragen werden. Sie kritisieren die Friedenspolitik einiger
arabischer Staaten gegenüber Israel. Den Geiselnehmern wird ein
Flugzeug zur Verfügung gestellt, mit dem sie zusammen mit den Geiseln
nach Algerien und Libyen ausreisen. Dort lassen sie ihre Gefangenen
nach und nach frei. Es wird vermutet, dass der Anführer der international
gesuchte Terrorist "Carlos" aus Venezuela ist. Bei dem Terroristen,
der bei dem Anschlag verletzt wird, handelt es sich um den Deutschen
Hans-Joachim Klein. Dieser sagt später aus, dass das Attentat zwar
eine deutsch-arabische Gemeinschaftsaktion der palästinensischen
Befreiungsbewegung PFLP und der deutschen Revolutionären Zellen
(RZ) gewesen sei. Idee, Waffen und Informationen seien aber aus dem
Opec-Mitgliedsland Libyen gekommen. Durch die Entführung ihrer
Minister habe man die Petro-Länder, so Klein, "zu mehr Solidarität
mit den Palästinensern" zwingen wollen.
5. Dezember 1979, Bozen : Acht Seilbahnen in Südtirol werden
von Terroristen gesprengt. Menschen kommen dabei nicht zu Schaden.
29. August 1981,
Wien : Zwei arabische Terroristen verüben einen Anschlag auf
eine Wiener Synagoge, durch den zwei Menschen sterben und 30 verletzt
werden. Im Januar werden beide zu lebenslanger Haft verurteilt.
19. April 1982,
Wien : Eine Explosion zerstört das Büro der Air France,
zeitgleich detoniert ein Sprengsatz in der französischen Botschaft.
Erneut soll ein Carlos-Kommando die Anschläge durchgeführt
haben.
20. Juni 1984,
Wien : Eine Bombe explodiert in dem Auto, das Erdogan Özen
gehört, einem Berater der türkischen Botschaft. Özen
wird getötet, fünf andere Personen verletzt. ARA-Terroristen
erklären sich für die Tat verantwortlich.
19. November
1984, Wien : Evner Ergun, der stellvertretende Direktor für
soziale Entwicklung der Vereinten Nationen, wird auf der Fahrt zur Arbeit
erschossen. Die Mörder hinterlassen auf der Leiche des Opfers eine
Flagge mit den Initialen ARA.
27. Dezember
1985, Wien : Auf dem Flughafen Wien-Schwechat werfen drei schwerbewaffnete
Männer mehrere Handgranaten unter die Passagiere, die vor dem Abfertigungsschalter
der israelischen Fluggesellschaft El Al warten, und eröffnen das
Feuer. Vier Personen sterben, mehr als 30 werden verletzt. Die Terroristen
werden nahe Schwadorf gestellt, bei einem Feuergefecht stirbt ein Terrorist,
die anderen ergeben sich.
9. Juli 1986,
Straßlach : Durch eine Sprengladung am Straßenrand ermordet
die RAF in Straßlach Siemens- Vorstandsmitglied Karl Heinz Beckurts
und seinen Fahrer Eckhard Groppler auf dem Weg zur Arbeit. ("Kommando
Mara Cagol")
13. Juli 1989,
Wien : Drei führende kurdische Exil-Politiker ermordet.
3.Dezember 1993
Steiermark, Briefbombe; Beginn einer Terrorserie mit insgesamt 25
Briefbomben, einer Rohrbombe und zwei Sprengfallen (siehe auch 4. Februar
1995); bei den Anschlägen, die bis zum andauerten, wurden 15 Personen
zum Teil schwer verletzt
24. August 1994,
Klagenfurt : Bei der Untersuchung einer Sprengladung, die in Klagenfurt
vor eine Schule der slowenischen Minderheit gelegt worden war, büßt
ein Polizist beide Unterarme ein.
4. Februar 1995,
Oberwart : Bei einem vermutlich von Rechtsextremen verübten
Sprengstoffanschlag in der Gemeinde im österreichischen Burgenland
werden vier Menschen getötet. Sie hatten eine Tafel mit der Aufschrift
"Roma zurück nach Indien" entfernen wollen und dadurch
den Zündmechanismus einer Rohrbombe ausgelöst. Einen Tag später
wird ein der hauptsächlich von Kroaten bewohnten Gemeinde Stinatz,
15km von Oberwart entfernt, ein Müllarbeiter schwer verletzt. Hier
war der Sprengsatz unter einem Papiercontainer angebracht.
Später wird der österreichische Rechtsextremist Franz Fuchs
dafür verurteilt.
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