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Schiffsunglücke


Schiffsunglücke mit Öltankern
Unglücke mit Fährschiffen
Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

"Havarie Pallas", Bericht der Expertenkommission, Februar 2000




April 1975 - Deutschland, Rhein bei Köln: das niederländische Passagierschiff "Prinses Irene" geriet am Rheinufer in Brand und sank. 22 Menschen starben.

10. September 1989
Donau, in Rumänien nahe der Stadt Galati: ein bulgarischer Schlepper rammte bei schlechter Sicht das rumänische Fahrgastschiff "Mogosoaja". 207 Menschen kamen ums Leben.

07. April 1990 Ostsee, zwischen Oslo und Frederikshavn im Skagerrak: an Bord der mit 493 Menschen besetzten auf den Bahamas registrierten dänische Fähre "Scandinavian Star" brach ein Feuer aus; 158 Tote.

09. April 1990 Nordsee, zwischen dem walisischen Hafen Milford und Rosslare in Irland: Brand im vorderen Kabinendeck der mit 297 Menschen besetzten britischen Fähre "Norrano"; ein Mensch kam ums Leben, 25 weitere wurden schwer verletzt.

10. April 1990
Nordsee, zwischen der französischen Stadt Caen und dem englischen Porthsmouth: Im Maschinenraum der mit etwa 600 Passagieren besetzten französischen Kanalfähre "Reine Mathilde" brach ein Feuer aus; 2 Menschen kamen ums Leben.

29. April 1990 Mittelmeer, vor der Westküste Siziliens: Die Autofähre "Trapani Express" Fähre mit 52 Fahrgästen sank auf dem Weg von Livorno nach Sizilien; 6 Menschen starben.

05. August 1990 Ostsee, Route Stockholm-Helsinki: im Maschinenraum der mit etwa 1.300 Passagieren besetzten schwedischen Fähre "Viking Mariella" brach ein Feuer aus. Keine Verletzten.

21. August 1990 : griechische Autofähre geriet in Brand. Keiner der etwa 200 Passagiere wurde verletzt.

14. März 1991 Ostseee: bei dichtem Nebel stieß die dänische Auto- und Eisenbahnfähre "Dronning Margreta" mit dem finnischen Frachter "Bore Britannica" zusammen. Eine Mensch kam ums Leben, etwa 30 Passagiere wurden gerettet.

24. März 1991 Mittelmeer, vor den Kanarischen Inseln: Brand auf dem finnischen Touristenschiff "Eurosun"; die 309 Personen an Bord bleiben unverletzt.

10. April 1991 Mittelmeer, vor Livorno: bei der Kollision der italienischen Fähre "Moby Prince" mit dem Öltanker "AGIP Abruzzo" in dichtem Nebel geraten beide Schiffe in Brand. 72 Passagiere und 67 Besatzungsmitglieder der Fähre starben, die 28 Seeleute des Tankers wurden gerettet; mindestens 2,700 2700 Tonnen Rohöl liefen aus.

11. April 1991 Ostsee, Kieler Bucht: das Seebäderschiff "Svea Viking" wurde wegen eines Maschinenschadens manövrierunfähig; 170 Passagiere wurden durch einen Seenotkreuzer gerettet.

14. April 1991 Ostsee: bei dichtem Nebel stieß die dänische Auto- und Eisenbahnfähre "Dronning Margreta" mit einem finnischen Frachter zusammen und schlug leck. Ein däninisches Besatzungsmitglied kam ums Leben, die rund 30 Passagiere wurden gerettet.

16. April 1991 Mittelmeer, zwischen dem Athener Hafen und der Insel Rhodos: auf der mit 740 Menschen (641 Passagiere und 99 Besatzungsmitglieder) besetzten griechischen Fähre "Rodos" brach im Maschinenraum ein Feuer aus. Die Passagiere und ein Großteil der Besatzung wurden von vorbeifahrenden Schiffen aufgenommen.

16. April 1991 nahe dem Lysöysund in der Provinz Sör Trondelag: das Küstenmotorschiff "MS Narvik" strandete nachts an der Küste; Die Besatzung und 125 Passagiere werden unverletzt gerettet.

14. Januar 1993 Ostsee, vor Rügen: die polnische Fähre "Jan Heweliusz" kenterte am frühen Morgen 15 Seemeilen vor der Küste in schwerem Orkan. Vermutlich kamen über 50 Menschen; lediglich 9 Besatzungsmitglieder werden gerettet.

17. Januar 1993 Irische See: bei einer stürmischen Überfahrt der britischen Fähre "Hibernia" wurden 20 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder verletzt.

19. Februar 1993 Ostsee, zwischen Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden): Aus Seenot können alle 269 Passagiere gerettet werden, die sich auf der in das schwedische Tragflügelboot-Fähre "Cinderella II" war Wasser eingedrungen, nachdem ein schwerer Brecher die Frontscheiben durchschlagen hatte. Alle 269 Passagiere wurden gerettet.

01. Januar 1994 Mittelmeer, zwischen Marseille und korsischen Hafen Port Vecchioka, vor der italienischen Insel La Maddalena: die Fracht- und Passagierfähre "Monte Stello" lief auf einen Felsen. Alle 61 Passagiere und 22 Besatzungsmitglieder wurden trotz schweren Wetters gerettet.

24. Februar 1994 Nordsee, Irland, zwischen der Hafenstadt Casteltownbere und der Insel Bere: eine irische Fähre sank; 4 Menschen starben.

04. März 1994 Ostsee, vor der finnischen Küste auf der Fahrt von Helsinki nach Tallin in Estland: die Fähre "Sally Albatross" mit 1.250 Menschen an Bord stieß gegen einen Felsen und schlug leck. Der Maschinenraum wurde großenteils überflutet. Die 1.100 Fahrgäste und 150 Besatzungsmitglieder wurden von zwei Eisbrechern und einem Fährschiff evakuiert. Keine Verletzten.

28. September 1994 Ostsee, Seegebiet südlich der finnischen Stadt Turku: die 144 meter lange estnische Personen- und Fahrzeugfähre "Estonia" mit 989 Menschen an Bord sank nachts bei Sturm und schwerer See nachdem die Bugklappe abgerissen war; 852 Tote; 137 Uberlebende..

27. Mai 1995 Ostsee, nahe Helsinki: kurz nach dem Verlassen des Hafens lief das estnische Tragflächenboot "Laura" in dichtem Nebel auf Grund. Keiner der 208 Personen wurde verletzt.

18. Juni 1995 Nordsee, vor dem niederländischen Hafen Vlissingen: Brand im Maschinenraum der Autofähre "Euromagique"; keiner der 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurde verletzt.

17. Februar 1996 Ostsee: die deutsche Fähre "Rostock-Link" wurde bei stürmischer See gegen einen Felsen gedrückt und lief auf Grund. Niemand wurde verletzt.

26. August 1996 Nordsee, rund 800 Meter östlich von St. Peter Port auf der Insel Guernsey: auf der Personenfähre "Trident 7" brach Feuer aus; lediglich eine ältere Passagierin wird verletzt.

15. November 1996 Ostsee, Westküste Schwedens: Die norwegische Fähre "Sandefjord" mit 55 Passagieren an Bord lief auf Grund. Keine Verletzten.

25. Dezember 1996 Mittelmeer, zwischen Malta und Sizilien: nach einem Zusammenstoß mit dem unter honduranischer Flagge fahrenden Frachter "Yioham" sank ein Kutter auf den Flüchtlinge aus Pakistan, Indien, Bangladesch und Sri Lanka umgestiegen waren und der sie auf Sizilien absetzen sollte. 289 Menschen starben, mehr als 100 wurden von der "Yioham" wieder aufgenommen und nach Griechenland gebracht.

05. März 1997 Ostsee, Schären vor Stockholm: die mit 135 Personen besetzte Fähre "Seewind" lief auf Grund. Keine Verletzten.

August 1998 - Deutschland, Rhein zwischen Duisburg und Krefeld: Ein Ausflugsschiff stieß mit einem Tanker zusammen. Zehn Menschen wurden verletzt.

03. November 1998 Ostsee: auf einer estnischen Fähre brach im Maschinenraum ein Feuer aus. Das Schiff trieb führerlos in schwerer See und musste von zwei schwedischen Schiffen ans Festland geschleppt werden. Niemand wurde ernsthaft verletzt.

Mai 1999 - Deutschland, Rhein bei Dormagen: Explosion eines Tankschiffes; Zwei Menschen starben, zehn weitere wurden verletzt.

03. July 1999 China, Provinz Sichuan, Fluss Fujiang: ein Passagierschiff hatte einen Ausfall der Steuerung, trieb 500meter weit ab, prallte gegen eine Brücke und kenterte. Etwa 15 Menschen starben, 15 weitere wurden gerettet.

08. Juli 1999 Ostsee, zwischen Kiel (Deutschland) und Oslo (Norwegen), neun Seemeilen von Göteborg: auf dem norwegischen Ostseefähre "Prinsesse Ragnhild" brach ein Feuer im Maschinenraum aus; 1 Frau erlitt eine tödliche Herzattacke, die übrigen 1,338 Menschen an Bord kommen mit dem Schrecken oder leichten Verletzungen davon.

01. November 1999 Mittelmeer, zwischen Patras und Ancona, etwa 15 Seemeilen vor der westgriechischen Küste: auf der Fähre "Superfast 3" brach auf einem Lastwagen ein Feuer aus; 14 blinde Passagiere kurdischer Abstammung kamen ums Leben.

26. November 1999 Bomla-Fjord: die norwegische Katamaran-Fähre "Sleipner" mit 88 Menschen an Bord lief bei stürmischer See auf ein Riff und sank. Mindestens 18 Menschen starben.

26. September 2000 Mittelmeer, 3 km vor dem Hafen von Paros (Ägäis): das Fährschiff "Express Samina" mit 534 Menschen an Bord prallte auf einen Felsen, brach auseinander und sank innerhalb von 45 Minuten; 80 Personen kamen ums Leben.

26. September 2002 - Afrika, vor der Küste Gambias: Die aus Ziguinchor im westafrikanischen Senegal ausgelaufene völlig überladene Fähre "Joola" kenterte in einem Sturm. Mehr als 1,860 Menschen starben, nur 64 Passagiere überlebten

19. November 2002 Atlantik, 200 kilometer vor der Nordwest-Küste Spaniens: Der mit 77.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker "Prestige" zerbrach in zwei Teile und sank.

22. März 2003 Tanganjikasee (grenzt an Kongo, Burundi, Tansania und Sambia) Burundi, in der Nähe von Nyanza Lac, Burundi: die möglicherweise überladene Fähre "M.V. Kashombwe" mit Fracht und Passagieren unterwegs von Kalemie in der Provinz Katanga nach Uvira im Norden von Kongo sank in einem Sturm; mehr als 100 Menschen starben, 41 seien gerettet worden.

4. April 2003 Bangladesh: Auf dem Fluss Surma wurde ein überfülltes Boot von einem Frachter gerammt und sinkt; 82 Menschen kamen ums Leben.

12. April 2003 Bangladesh: In Bezirk Kishoreganj sank während eines Sturms eine Fähre mit mehr als 200 Menschen an Bord; mindestens 22 Menschen starben.

21. April 2003
Bangladesh: Auf dem Fluss Buriganga bei Dhaka kenterte eine mit mehr als 300 Passagieren besetzte Fähre während eines Sturmes; dutzende Menschen starben.

21. April 2003 Bangladesh: Auf dem Fluss Meghna, rund 80 Kilometer nordöstlich von Dhaka, kenterte eine weitere Fähre mit rund 90 Gästen einer Hochzeitsgesellschaft; etwa 60 Passagiere kamen ums Leben.

14. Juni 2003 Mittelmeer, ca. 50 Seemeilen südlich der italienischen Insel: Untergang eines Flüchtlingsbootes; etwa 70 Menschen starben. 3 Passagiere überlebten in einem Rettungsboot.

Im Mittelmeer kentern immer wieder völlig überfüllte Schiffe mit illegalen Einwanderern. Jedes Jahr ertrinken dabei Hunderte von Passagieren. Allein am 17. Juni 2003 Dienstag landeten mehrere Flüchtlingsboote mit etwa 200 illegalen Einwanderern aus Nordafrika, dem Irak und aus Pakistan auf Lampedusa. Einige mussten ins Krankenhaus gebracht werden, weil sie nach Tagen ohne Wasser und Essen geschwächt waren.

19. Juni 2003 Nordsee, vor der Küste der Bretagne: eine Passagierfähre mit 136 Menschen an Bord auf dem Weg von der Insel Bréhat zur bretonischen Küste rammte bei guter Sicht einen Felsen; 41 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Mit Hilfe von Rettungskräften, die in der Nähe des Unglücksortes eine Übung abhielten, konnten die Passagiere auf eine andere Fähre gebracht werden. Die Verletzten wurden mit Hubschraubern und Schiffen evakuiert.

8. Juli 2003 Bangladesh: am Zusammenfluss von drei Flüssen nahe der Stadt Chandpur sank eine mit 750 Menschen besetzte Fähre; bis zu 600 Menschen kamen ums Leben.

28. September 2003 - Deutschland, Rhein bei St. Goar: In Höhe des berühmten Loreley Felsens lief das mit 349 Menschen besetzte und 70 meter lange Ausflugsschiff "Loreley" der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt AG auf Grund (Wassertiefe des Rheins 1,38 meter; Tiefgang des Schiffes 1,24 meter) wobei die Antriebschrauben abgerissen wurden. Das manöverierunfähige Schiff prallte anschließend mit etwa 15 km/h gegen das linke Rheinufer. Mindestens 39 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer.








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