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Flugzeugunglück
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d) Einsatzablauf:
Feuerwehr
Um 23.46 Uhr wurde am 01.07.2002 die integrierte Leitstelle des Bodenseekreises zunächst über mehrere Kleinbrände zwischen Überlingen und Owingen verständigt. Weitere Anrufer teilten unmittelbar darauf einen vermutlichen Flugzeugabsturz mit.
Daraufhin wurden
die Freiwilligen Feuerwehren Überlingen, Owingen, Salem, Hagnau,
Frickingen, Bermatingen, Meersburg, Deggenhausertal, Uhldingen-Mühlhofen
und Sipplingen alarmiert. Des weiteren wurden die Nachbarlandkreise
mit den Freiwilligen Feuerwehren Sigmaringen, Stockach und Konstanz
verständigt.
Gegen 0 Uhr 25 die Technische Einsatzleitung des Bodenseekreises nach
Überlingen alarmiert und richtete sich dort im Feuerwehrgerätehaus
ein.
Der Ersteinsatz
der Feuerwehren galt dem Ablöschen der zahlreichen brennenden Wrackteile
beider Flugzeuge, die überwiegend auf dem freien Feld zwischen
Überlingen, Owingen und Herdwangen nieder gegangen waren.
Die russische Passagiermaschine war in zahlreiche Wrackteile zerborsten.
Der Rumpf der Tupolew mit noch angeschnallten Passagieren schlug in
Brachenreute auf.
Die Boeing 757 Frachtmaschine fand sich in nahezu vollständigem
Zustand in einem Waldgebiet nahe des Owinger Teilortes Taisersdorf.
Ein nach dem Aufschlag entstandener Waldbrand konnte durch die dort
eingesetzten Feuerwehrkräfte rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Rettungsdienst:
Alarmierung und Entsendung von neun Rettungswagen, zehn Notärzten,
eines leitenden Notarztes, sieben DRK-Schnelleinsatzgruppen und des
Kriseninterventionsdienstes des DRK sowie zweier Rettungshundestaffeln
der Nachbarlandkreise Sigmaringen und Konstanz.
Suche:
Unmittelbar im Anschluss an die Brandbekämpfung wurde von den Einsatzkräften
gemeinsam mit der systematischen Suche nach eventuellen Überlebenden
begonnen. Dies wurde durch die Dunkelheit und die weite Ausdehnung des
Trümmerfeldes in teilweise schwer zugänglichem Gelände
erheblich erschwert. Zu diesem Zweck waren zwischenzeitlich auch sechs
Rettungshubschrauber, darunter zwei aus der benachbarten Schweiz und
ein Großraum-Rettungshubschrauber der Bundeswehr aus Laupheim
im Einsatz.
Um 01.45 wurden die ersten drei Todesopfer, ein Mann, eine Frau sowie
ein Kind bei Brachenreute oberhalb von Überlingen gefunden; nahezu
zeitgleich wurden im selben Gebiet weitere fünf Tote gefunden.
Weitere drei Tote wurden in Owingen auf einem Parkplatz gefunden.
Um 2.12 wurde mit 15 Booten eine Suchkette auf dem Bodensee eingerichtet.
Unterstützt wurden die örtlichen Einsatzkräfte durch
die DLRG und die Freiwilligen Feuerwehren aus Konstanz und Lindau.
In 57 Gebieten in einem Korridor von einem Kilometer Breite und zehn
Kilometern Länge wurden Wrack- und Gepäckteile gefunden. An
vier Fundorten wurden besonders viele Leichenteile entdeckt, vor allem
in Owingen. Die Opfer der Katastrophe wurden gestern im ehemaligen Goldbacher
KZ-Stollen aufgebahrt, bevor sie zur gerichtsmedizinischen Untersuchung
ins Friedrichshafener Krankenhaus gebracht wurden.
Insgesamt befanden sich 510 ehrenamtliche Helfer, darunter 250 Feuerwehrleute,
180 Einsatzkräfte des DRK und 80 Helfer des technischen Hilfswerkes
im Einsatz.
Die DHL-Maschine hatte zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes ca. 8
to Kraftstoff und 7 Tonnen Fracht an Bord
e) SkyGuide
Im Auftrag der Schweizer Regierung wird die Flugsicherung des schweizerischen
Luftraums von der privatrechtlichen Aktiengesellschaft (zu 99% im staatlichen
Besitz der Schweiz) skyguide wahrgenommen. Zu den Aufgaben des Unternehmens
mit Sitz in Genf gehört aber auch die Betreuung der Bodenseeregion.
Seit Anfang 2001 ist skyguide sowohl für die zivile als auch für
die militärische Flugsicherung verantwortlich - ein in Europa einzigartiger
Zusammenschluss. Mit rund 1.400 Beschäftigten leitet und überwacht
das Unternehmen auf den Flughäfen Zürich, Genf, Bern und Lugano
sowie auf den militärischen Flugplätzen den Flugverkehr.
In den vergangenen Monaten war die Zuständigkeit für den Luftraum
im Süden Deutschlands Teil der Kontroverse um das neue deutsch-schweizerische
Luftverkehrsabkommen. Die Anwohner auf deutscher Seite beklagen, dass
die meisten Start- und Landeanflüge über deutschem Gebiet
stattfinden, was unzumutbaren Lärm zur Folge habe. Das deutsche
Verkehrsministerium hat für den Fall der Nicht-Ratifizierung des
neuen Staatsvertrags angedroht, die Flugsicherung im süddeutschen
Raum wieder den deutschen Behörden zu übertragen
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